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Deniz Yücel Bundesregierung beharrt auf weitere Betreuung

Am Dienstag konnte der deutsche Generalkonsul den Journalisten Deniz Yücel in Haft besuchen. Die Regierung gehe laut Vize-Sprecherin Demmer nun davon aus, dass weitere Besuche künftig ohne Verzögerung möglich sind.

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Der deutsche Generalkonsul konnte am Dienstag den inhaftierten Deniz Yücel besuchen. Quelle: AFP

Berlin Die Bundesregierung erwartet von der Türkei, dass sie den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel und andere Fälle weiter konsularisch betreuen darf. Einen Tag nach dem bisher einmaligen Besuch des deutschen Generalkonsuls bei Yücel in der Haft sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch: „Natürlich erwarten wir von der türkischen Seite, dass auch in Zukunft bei Bedarf Besuche der Inhaftierten ohne Verzögerung ermöglicht werden.“

Nach Angaben des Auswärtigen Amts sind derzeit noch fünf weitere Deutsch-Türken wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Putschversuch vom Juli 2016 in der Türkei in Haft.

Ein Sprecher von Außenminister Sigmar Gabriel bekräftigte die Forderung nach einer Freilassung Yücels. Der Besuch am Dienstag sei „ein erster Schritt“ gewesen, notwendig seien aber kontinuierliche Betreuung und eine Verbesserung der Haftbedingungen. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass wir erneut Zugang zu Yücel erhalten.“ Das gelte auch für die anderen Fälle.

Yücel war vor sieben Wochen festgenommen worden. Die türkischen Behörden werfen dem „Welt“-Journalisten Volksverhetzung sowie Terrorpropaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die von Ankara geächtete Gülen-Bewegung vor. Generalkonsul Georg Birgelen besuchte Yücel am Dienstag im Gefängnis in Silivri westlich von Istanbul, wo der 43-Jährige in Einzelhaft festgehalten wird.

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