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Energiewende Japans neuer Ministerpräsident peilt Klimaneutralität bis 2050 an

Der weltweit fünftgrößte CO2-Emittent wird klimaneutral. Das soll mit Digitalisierung, Kohlenstoffrecycling und dem Ausbau von Erneuerbaren Energien geschehen.

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Auch Japan soll bis 2050 klimaneutral werden. Die kündigte der neue Ministerpräsident Yoshihide Suga am Montag an und vollzog damit einen bedeutenden Kurswechsel in der Klimapolitik. Bislang hatte sich Japan zum Ziel gesetzt, so bald wie möglich in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts praktisch kein CO2 mehr in die Atmosphäre abzugeben, ohne ein konkretes Datum zu nennen.

Mit dem neuen Ziel einer Klimaneutralität bis 2050 folgt Japan dem Beispiel der Europäischen Union. „Die Reaktion auf den Klimawandel bedeutet keine Beschränkung des Wirtschaftswachstums mehr“, sagte Suga in seiner ersten Rede im Parlament seit seinem Amtsantritt im vorigen Monat. Vielmehr könne ein entsprechender Umbau einen großen Schub für die Wirtschaft bringen.

Um das Klimaneutralitätsziel zu erreichen, will Sugo unter anderem den Ausbau der Erneuerbaren Energien, das Kohlenstoffrecycling und die Digitalisierung vorantreiben. Allerdings plant das Land auch die Inbetriebnahme neuer Kohlekraftwerke.

Japan ist weltweit der fünftgrößte CO2-Emittent. Suga hatte im September den Posten des Regierungschefs übernommen, nachdem Shinzo Abe nach fast acht Jahren im Amt aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat.
Mehr: Treibhausgasneutralität bis 2050: Japan beschleunigt seine Energiewende

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