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Erderwärmung US-Klimabeauftragter Kerry dringt auf ambitionierteren Klimaschutz

Der Klimaschutzbeauftragte wirbt dafür, dass möglichst viele Staaten nun Klima-Pläne aufstellen. Die USA würden vorerst weiter an Kernenergie festhalten.

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Der US-Klimaschutzbeauftragte John Kerry hat im Rahmen seines Deutschlandbesuchs erneut für ein ambitionierteres Vorgehen beim Klimaschutz geworben. Oft werde davon gesprochen, Netto-Null-Emissionen bis 2050 erreichen zu wollen. „Aber bis dahin können wir nicht warten“, sagte Kerry am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. Man müsse jetzt anfangen zu reduzieren, um das Ziel von höchstens 1,5 Grad Erderwärmung zu erreichen. Wichtig sei, dass nun möglichst viele Staaten, einschließlich der USA, konkrete Pläne für den Zeitraum bis 2030 aufstellten. Obwohl 196 Staaten das Pariser Klimaabkommen unterschrieben hätten, werde viel zu wenig Ambition umgesetzt.

Kerry betonte, dass die USA auch in naher Zukunft weiter an der Kernenergie zur Stromerzeugung festhalten werden. Atomstrom verursache null Emissionen, und die Atomkraftwerke seien seit Jahren in Betrieb. Die Präferenz sei, sie nach und nach abzuschalten und nicht sofort. „Die Alternative wäre Gas und Steinkohle. Und das wollen wir nicht.“ Der frühere US-Außenminister unter Barack Obama und heutige Klimaschutzbeauftragte Kerry war am Montag in Deutschland gelandet und hatte sich mit deutschen Politikern über Klimafragen ausgetauscht.

Mehr: US-Klimabeauftragter Kerry sieht Finanzlücke von 100 Milliarden Dollar

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