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Furcht vor Lira-Krise Erdogan wettert gegen westliche Medienberichte über türkische Wirtschaft

Der türkische Präsident kritisiert westliche Berichte über die wirtschaftliche Lage seines Landes. Besonders eine Zeitung zieht sich seinen Zorn zu.

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Lebensmittel werden in der Türkei immer teurer. Quelle: AP

Istanbul Der türkische Präsident Recep Tayyip hat westliche Medien wegen ihrer Berichterstattung über die Wirtschaftslage im Land kritisiert. Teile der westlichen Welt mit „all ihren Medienorganen“ stellten die türkische Wirtschaft so dar, als wäre sie „kollabiert und erledigt“, sagte Erdogan am Donnerstag auf einer Konferenz in Ankara.

Erdogan kritisierte besonders die Zeitung „Financial Times“. Das Blatt hatte berichtet, die türkische Zentralbank habe ihre Devisenreserven mit „Milliarden Dollar kurzfristiger Anleihen“ gestärkt und habe damit bei Investoren die Besorgnis ausgelöst, die Türkei sei nicht fähig, eine weitere Lirakrise zu bekämpfen.

„Ey Financial Times, kennst Du die Türkei, die vier Millionen Flüchtlinge aufgenommen hat?“, sagte Erdogan. „Wie viele Flüchtlinge gibt es wohl in Deinem Land? Los, berichte darüber.“ Weiter sagte er, die Zeitungen könnten schreiben, was sie wollten, die Türkei stehe aufrecht und schreite erstarkt voran.

Die türkische Wirtschaft steckt seit Ende 2018 in der Rezession. Die Inflation liegt bei rund 20 Prozent. Vor allem Lebensmittel werden immer teurer. Im Januar hatte die Arbeitslosenquote mit 14,7 Prozent den höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht.

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