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Italien Salvini verweigert italienischer Küstenwache Einfahrt mit Migranten

Schon mehrfach hat der italienische Innenminister Schiffen mit geretteten Flüchtlingen die Einfahrt untersagt – nun trifft es seine eigene Küstenwache.

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Der italienische Innenminister hat schon mehreren Schiffen mit geretteten Flüchtlingen die Einfahrt in italienische Häfen verweigert. Quelle: AP

Rom Der italienische Innenminister Matteo Salvini lässt ein Schiff der heimischen Küstenwache mit 135 Migranten an Bord nicht anlegen. Erst müssten sich andere europäische Länder bereiterklären, die Flüchtlinge aufzunehmen, sagte der Chef der rechten Lega am Freitag.

Nach einer entsprechenden Anfrage aus Rom kümmert sich nun die EU-Kommission um die Verteilung, wie eine Kommissionssprecherin sagte. Die italienische Küstenwache hatte die Migranten am Donnerstag vor der Küste Maltas gerettet.

Salvini, der auch Vize-Ministerpräsident ist, hat sich den Kampf gegen den Flüchtlingszustrom auf die Fahnen geschrieben. Er hat bereits mehrfach Schiffen der heimischen Küstenwache die Einfahrt in italienische Häfen verweigert. Für Schlagzeilen hatte zuletzt auch gesorgt, als das von der deutschen Kapitänin Carola Rackete geführte Rettungsschiff „Sea Watch 3“ mit Dutzenden Migranten an Bord gegen den Willen Salvinis in Lampedusa anlegte.

Anders als Italien nahm Malta am Freitag rund 140 Migranten auf, die die eigene Armee zuvor gerettet hatte. Das UN-Flüchtlingshilfswerk meldete zudem, rund 115 Menschen auf der Flucht seien wahrscheinlich am Donnerstag vor Libyen ertrunken. Sie waren mit einem Fischerboot aus Holz auf dem Weg nach Europa.

Mehr: Das EU-Treffen zur Verteilung von Flüchtlingen endete ohne Durchbruch.

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