Lisa Cook: Jetzt will Trump Fed-Gouverneurin Cook mithilfe des Obersten Gerichtshofs loswerden
Im Versuch, die Fed-Gouverneurin Lisa Cook aus dem Amt zu entfernen, hat sich die US-Regierung an den Obersten Gerichtshof gewandt. Das Justizministerium beantragte am Donnerstag einen Eilerlass beim Supreme Court, um die Entscheidung eines Berufungsgerichts zu kippen, das eine von Präsident Donald Trump ausgesprochene Kündigung für ungültig erklärt hatte.
Cook hat gegen ihre Entlassung Klage eingereicht, die das Weiße Haus mit angeblichem Hypothekenbetrug begründet. Demnach soll Cook im Jahr 2021 bei einem Antrag für ein Darlehen falsche Angaben gemacht haben. Cook weist den Vorwurf eines Fehlverhaltens zurück.
In den Vorstand der US-Notenbank berufen wurde sie erst im Jahr 2022 unter dem demokratischen Präsidenten Joe Biden, dem Amtsvorgänger Trumps. Der Republikaner Trump versucht, den Gouverneursrat der Fed umzubauen. Bereits seit Monaten befindet sich auch Fed-Chef Jerome Powell in seiner Schusslinie, weil Trump mit der Zinspolitik der weltweit wichtigsten Notenbank unzufrieden ist. Trumps Vorgehen befeuert weltweit Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed.
In der 112-jährigen Geschichte der Fed hat noch nie ein Präsident einen amtierenden Notenbank-Gouverneur gefeuert. Der Vorstand der altehrwürdigen Institution ist darauf ausgerichtet, seine Entscheidungen weitgehend unabhängig von der Tagespolitik zu treffen. Am Mittwoch hatte die Fed erstmals seit Dezember 2024 ihren Leitzins gesenkt – um einen Viertelprozentpunkt.
Lesen Sie auch: Stephen Miran zeigt, was er unter Geldpolitik versteht