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Manfred Weber CSU-Europapolitiker fordert Einlenken der katalanischen Regierung

Kataloniens Regionalregierung habe bereits schweren wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Nach den Worten von CSU-Europapolitiker Manfred Weber sollten die Separatisten nun zu Recht und Ordnung zurückkehren.

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CSU-Europapolitiker Manfred Weber appelliert an die Vernunft der Menschen in Katalonien. Spanien brauche nun „Zusammenhalt und Einheit“, sagt er. Quelle: dpa

Brüssel/Barcelona CSU-Europapolitiker Manfred Weber fordert in der Katalonien-Krise ein Einlenken von der katalanischen Regionalregierung. „Die katalanische Regionalregierung hat ihrer Region bereits jetzt schweren wirtschaftlichen Schaden zugefügt“, sagte der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). „Auch um den Aufschwung in Spanien zu stabilisieren und Risiken für die gesamte Eurozone auszuschließen, ist jetzt notwendig, dass die Separatisten zu Recht und Ordnung zurückkehren.“

Spanien brauche nun „Zusammenhalt und Einheit“, Nationalismus bedeute „Destabilisierung“, sagte Weber. Er plädierte für Kompromissbereitschaft auf allen Seiten. „Grundlage für mögliche Veränderungen sind ein breit angelegter Dialog auf Basis der spanischen Verfassung und Neuwahlen in Katalonien. Es könnte sich ein Weg der Vernunft und des Miteinanders öffnen.“

Der spanische Regierungschef Mariano Rajoy hatte am Samstag die Absetzung von Kataloniens Ministerpräsident Carles Puigdemont und aller Kabinettsmitglieder angekündigt. Schon am Freitag will der Senat für diese und weitere Zwangsmaßnahmen grünes Licht geben. Innerhalb von sechs Monaten soll es Neuwahlen geben.

Wenige Stunden nach Rajoys Ankündigung waren in Barcelona Hunderttausende Katalanen auf die Straße gegangen, um gegen Madrid zu protestieren. Die Polizei meldete mindestens 450.000 Teilnehmer der Kundgebung. Die Demonstranten - darunter Puigdemont und Bürgermeisterin Ada Colau - skandierten unter anderem „Freiheit, Freiheit!“. Viele riefen: „Wir werden die Besetzung Kataloniens nicht zulassen!“

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