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Maxwell Alejandro FrostGen Z zieht in den US-Kongress

Maxwell Alejandro Frost vertritt künftig die Generation Z unter der Demokratischen Partei. Damit zieht er den Altersdurchschnitt im Repräsentantenhaus deutlich runter.Angelika Melcher 09.11.2022 - 15:58 Uhr

Der Jungdemokraten Maxwell Alejandro Frost (M) tanzt mit seinen Anhängern im The Abbey.

Foto: dpa

Anfang des Jahres ist Maxwell Alejandro Frost 25 Jahre alt geworden – das Mindestalter, um in das Repräsentantenhaus gewählt zu werden. Damit ist der Jungdemokrat der erste linke Vertreter der Gen Z im US-Kongress. Der Generation Z werden überwiegend jene zugerechnet, die Ende der 1990er Jahre bis etwa 2010 zur Welt kamen.

Den Wahlkreis im Großraum Orlando vertrat in Washington bisher die Demokratin Val Demings, die in diesem Jahr den bekannten republikanischen Senator Marco Rubio herausfordert.

Am Dienstag besiegte Maxwell Alejandro Frost in dem als Demokratenhochburg geltenden Wahlkreis den Republikaner Calvin Wimbish. Wimbish ist stolze 47 Jahre älter als Frost und zeigt sich als ein „christlicher, konservativer und verfassungstreuer“ Kandidat.

Die Generation Z gilt als mächtiger, als Babyboomer oder Millennials es waren. Sie sind digital sozialisiert und ständig im Netz unterwegs. Bis 2030 stellen Vertreter der Generation Z plus der Millennials, also die Jahrgänge ab 1981, die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung.

So wirbt Frost in seiner Kampagne für Themen, die vor allem seine Generation ansprechen: Eine Verschärfung des Waffenrechts, eine flächendeckende Gesundheitsversorgung, Umweltschutz, die Cannabis-Legalisierung und soziale Gerechtigkeit – in einer Partei, in welcher das Durchschnittsalter im Kongress zurzeit bei 61 Jahren liegt. Trotzdem tendieren junge Wählerinnen und Wähler eher dazu, die Demokratische Partei zu wählen.

Von den 435 Republikanerinnen und Demokraten im 117. Kongress ist lediglich eine Person in den 90ern geboren, der ebenfalls 25-jährige Republikaner Madison Cawthorn. Die ältesten Personen im Kongress sind 87 Jahre alt.

Maxwell Frost, der sich als Afro-Kubaner versteht, wuchs in einer Adoptivfamilie auf. Seine leibliche Mutter ist eine libanesische Puertorikanerin, sein leiblicher Vater Haitianer. Damit vertritt er nicht nur die junge Generation, sondern auch Personen multiethnischer Herkunft. Auf seiner Website schreibt er: „Als junger Mann erlebte ich Polizeimissbrauch aus erster Hand und sah, wie meine Gemeinde von Waffengewalt heimgesucht wurde. Und ich habe erlebt, wie arbeitende Menschen und farbige Menschen in unserer Gesellschaft zu Unrecht an den Rand gedrängt und zurückgelassen werden.“

Lesen Sie auch: Amerikas Vororte stoppen die „rote Welle“

Mit Material von AP.

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