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Michail Saakaschwili Europa muss stärker gegen Korruption in Ukraine vorgehen

Georgiens Ex-Präsident ruft Europa zum verstärken Kampf gegen korrupte Politiker auf. Die Glaubwürdigkeit des Westen stehe auf dem Spiel.

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Michail Saakaschwili wurde am Montag in Kiew festgenommen und nach Polen abgeschoben. Quelle: dpa

Kiew/Warschau Der aus der Ukraine nach Polen abgeschobene ehemalige georgische Präsident Michail Saakaschwili appelliert an Europa, sich stärker im Kampf gegen korrupte ukrainische Oligarchen und Politiker zu engagieren. „Man muss ihnen deutlich machen, dass westliche Banken ihr Geld nicht mehr waschen werden, dass ihr Eigentum dort beschlagnahmt wird und dass sie im Westen nicht willkommen sind.

Dies wird die Veränderungen in der Ukraine beschleunigen“, sagte er in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der Deutschen Welle. „Spielchen mit korrupten Oligarchen“ könnten zwar für bestimmte Finanzinstitute im Westen kurzfristig von Vorteil sein. „Aber letztlich untergräbt das die Glaubwürdigkeit des Westens in der Ukraine.“ Saakaschwili setzt nach eigenen Worten nun auch auf Demonstrationen, um Veränderungen in der Ukraine zu bewirken.

Saakaschwili wird von der ukrainischen Justiz vorgeworfen, mit Geld aus dem Umfeld des 2014 gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch regierungskritische Proteste organisiert zu haben. Er war am Montag in Kiew festgenommen und mit einem Charterflug nach Warschau gebracht worden. Er warf der ukrainischen Führung um Präsident Petro Poroschenko vor, mit der Ausweisung alle juristischen Normen verletzt zu haben.

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