Nordkorea-Konflikt China deckelt Öl-Lieferungen für Pjöngjang

Im Nordkorea-Konflikt macht nun offenbar auch China ernst. Die Volksrepublik, die bisher mehr als Pjöngjangs Protegé agierte, drosselt die wichtigen Öl-Lieferungen an das Land und unterstützt die neuesten UN-Sanktionen.

Als Konsequenz aus den andauernden Raketen- und Atomtests Nordkoreas hat China eine Drosselung der Öl-Exporte nach Pjöngjang angekündigt. Quelle: dpa

PekingChina hat eine Beschränkung von Öl-Lieferungen an Nordkorea angekündigt. Diese soll ab dem 1. Oktober für raffinierte Erdölprodukte gelten, teilte das chinesische Handelsministerium am Samstag mit. Zudem würde der Import von Textilien aus Nordkorea eingestellt. Die Volksrepublik setzt damit die härteren Sanktionen der Vereinten Nationen gegen Pjöngjang um. Da China keine Details zum Handel mit Nordkorea veröffentlicht, war zunächst nicht klar, wie groß die Reduzierung der Öl-Lieferungen ausfällt.

China war lange einer der wichtigsten Verbündeten und der größte Handelspartner Nordkoreas. Rund 90 Prozent von Nordkoreas Handel findet mit der Volksrepublik statt. Peking galt auch lange als politischer Beschützer der Regierung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. China äußerte angesichts der anhaltenden Raketentests und Pjöngjangs Festhalten am Atomprogramm jedoch zunehmend Unzufriedenheit.

China unterstütze die jüngste Runde neuer UN-Sanktionen gegen Nordkorea - ist in der Umsetzung bisher jedoch aus Angst vor einem Zusammenbruch der Kim-Regierung selbst eher zurückhaltend gewesen. Die Volksrepublik argumentiert zudem, dass die Bewohner der Landes geschützt werden sollten.

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