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Trump-RegierungUSA verhängen weitere Sanktionen gegen Nordkorea

Vizepräsident Pence hatte den Schritt schon angekündigt, nun macht Washington ernst gegenüber Nordkorea. Die wirtschaftlichen Auswirkungen dürften allerdings geringer ausfallen als in der VergangenheitAP 23.02.2018 - 17:45 Uhr aktualisiert

Kim Yo Jong, Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un und Mike Pence, US-Vizepräsident, verfolgen die Olympia-Eröffnungszeremonie.

Foto: dpa

Die US-Regierung hat am Freitag das nach eigenen Angaben bislang größte Paket von Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Betroffen sind mehr als 50 Schiffe, Reedereien und Handelsunternehmen. Die Strafmaßnahmen sollen nordkoreanische Quellen zur Beschaffung von Geld und Brennstoffen treffen und so den Druck auf die Finanzierung des Atom- und Raketenprogramms Pjöngjangs verstärken.

Zwar ist die Zahl der ins Visier genommenen Firmen hoch, doch dürften die wirtschaftlichen Auswirkungen geringer sein als bei früheren Sanktionsmaßnahmen. Diese hatten deutlich größere Finanz- und Geschäftsnetze in China und Russland zum Ziel, die mit Nordkorea Handel treiben.

Der UN-Sicherheitsrat verhängte im vergangenen Jahr drei Sanktionsrunden gegen Pjöngjang, um das Land von Einnahmen und Ressourcen für die Entwicklung atomarer und ballistischer Raketen abzuschneiden.

Das Finanzministerium erklärte, es würden US-Transaktionen mit neun Reedereien aus China, Hongkong, Singapur und Panama sowie mit neun ihrer Schiffe verboten. Zudem wurden 16 nordkoreanische Reedereien und 19 ihrer unter nordkoreanischer Flagge fahrenden Schiffe auf eine Schwarze Liste gesetzt. Ferner traf der Bann einen Taiwaner und zwei Firmen, die er besitzt oder kontrolliert. Er soll unter anderem nordkoreanische Kohleexporte koordiniert haben.

US-Vizepräsident Mike Pence hatte zum Beginn der Olympischen Spiele in Südkorea vor zwei Wochen die „härtesten und aggressivsten“ Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea angekündigt.

Trumps Tochter Ivanka sagte am Freitag in Seoul bei einem Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In, sie wolle ihren Besuch zum Abschluss der Olympischen Winterspiele nutzen, um maximalen Druck auf Nordkorea auszuüben, von seinem Atomprogramm abzulassen. Ivanka Trump leitet die US-Delegation bei der Schlussfeier in Pyeongchang an diesem Wochenende.

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