WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Ukraine-Konflikt Gefangenenaustausch in Ostukraine gibt Hoffnung auf Kriegsende

200 Personen wurden bei einem Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine freigelassen. Es wird als Schritt zur Beendigung des Konflikts gedeutet.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
124 der insgesamt 200 freigelassenen Personen stammen von der ukrainischen Regierung und 76 von den Rebellen. Quelle: dpa

Die ukrainische Regierung und prorussische Rebellen haben am Sonntag einen Gefangenenaustausch vollzogen. Nach Angaben der Separatisten in der Ostukraine wurden 200 Personen freigelassen: 124 von der ukrainischen Regierung und 76 von den Rebellen. Vereinbart worden war das kürzlich auf einem Gipfeltreffen der ukrainischen und russischen Präsidenten, Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin, unter Vermittlung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Nach Angaben des ukrainischen Sicherheitsdienstes waren unter den von den Rebellen freigelassenen 76 Personen zwölf Soldaten. Die Ukraine ließ einem Bericht des Nachrichtenportals Hromadske zufolge fünf Mitglieder der inzwischen aufgelösten Polizeispezialeinheit Berkut frei, die beschuldigt werden, bei den Massenprotesten 2014 in Kiew Demonstranten getötet zu haben. Hromadske zitierte deren Anwalt, Igor Wardolomejew, mit diesen Angaben.

Das von den USA finanzierte Radio Free Europe/Radio Liberty teilte mit, zwei ukrainische Mitarbeiter, Stanislaw Assejew und Oleh Hakasjuk, seien unter den Freigelassenen. Unter anderen Zivilisten, die freikamen, waren ein von den Separatisten 2018 inhaftierter Besitzer einer Tierhandlung und eine Frau aus von der Regierung kontrolliertem Gebiet, die festgenommen wurde, als sie ihre Mutter in Rebellengebiet besuchte.

Der Austausch fand an einem Kontrollpunkt in der Nähe der von Separatisten gehaltenen Stadt Horliwa statt. Es war der erste größere Gefangenenaustausch seit Dezember 2017. Damals kamen 223 Rebellen und 73 Ukrainer frei.

Der Gefangenenaustausch soll ein Schritt hin zu einer Beendigung des seit fünf Jahren andauernden Konflikts in der Ostukraine sein.

Mehr: Von Krim bis Nord Stream 2 – So will Russlands Präsident sein Image aufpolieren.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%