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US-Präsident Trump kündigt Untersuchung über angeblichen Wahlbetrug an

US-Präsident Donald Trump spricht auch nach seinem Amtsantritt weiter von Wahlbetrug, auch wenn er dafür keine Beweise vorlegen kann. Jetzt soll es eine Untersuchung geben.

Donald Trump Quelle: AP

US-Präsident Donald Trump will eine umfassende Untersuchung zu angeblichem Wahlbetrug einleiten. Unter anderem solle überprüft werden, wer in zwei verschiedenen Staaten abstimme, welche Wähler illegal im Land seien und welche registriert seien, aber möglicherweise gar nicht mehr lebten, schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter. „Je nach dem Ergebnis wird das unseren Wahlablauf stärken.“

Im Wahlkampf hatte Trump mehrfach behauptet, das Wahlsystem in den USA sei manipuliert. Auch nach seinem Sieg sprach er weiter von Wahlbetrug. Erst am Dienstag hatte sein Sprecher Sean Spicer erklärt, bei der Wahl im November seien Millionen illegale Stimmen abgegeben worden. Er berief sich dabei auf „Studien und Beweise“.

Trump ist nach Angaben aus seinem Umfeld frustriert darüber, dass er bei der Präsidentschaftswahl im November mehrere Millionen Stimmen weniger als seine demokratische Rivalin Hillary Clinton bekommen und den Sieg nur wegen des US-Wahlmännersystems davongetragen hatte. Zudem ärgere er sich darüber, dass die Demokraten und die US-Medien immer wieder die Legitimität seiner Präsidentschaft anzweifeln, sei es wegen mutmaßlicher russischer Hackerangriffe oder aus anderen Gründen.

Donald Trump und seine „große, schöne Mauer“

In keinem der 50 US-Staaten hatte es Berichte über gröbere Unregelmäßigkeiten bei den US-Wahlen gegeben. Auch eine Nachzählung von Stimmen im Auftrag der grünen Präsidentschaftskandidatin Jill Stein brachte keine Hinweise in diese Richtung.

Der ranghöchste Demokrat im zuständigen Ausschuss im US-Repräsentantenhaus, Elijah Cummings, sagte, eine Anfrage über mögliche Unregelmäßigkeiten sei bereits an die Generalstaatsanwälte in allen Staaten weitergeleitet worden. Er forderte seinerseits Reformen am US-Wahlgesetz.

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