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Vereinte NationenMehr als hundert Getötete durch Taliban und IS in Afghanistan

Nach der Machtübernahme der Taliban im Land hat es nach UN-Angaben viele außergerichtliche Tötungen von ehemaligen staatlichen Angestellten gegeben. 29.01.2022 - 03:52 Uhr

Die schwere sozioökonomische Krise in Afghanistan könne nach Ansicht vom UN-Generalsekretär nur dann überwunden werden, wenn die Taliban international nicht isoliert würden.

Foto: dpa

Nach Angaben der Vereinten Nationen soll es wohl mehr als hundert Tötungen von ehemaligen staatlichen Angestellten in Afghanistan geben haben.

In einem internen Bericht von Generalsekretär António Guterres an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen heißt es: „Mehr als zwei Drittel dieser außergerichtlichen Tötungen sollen von den De-facto-Machthabern oder ihren Unterorganisationen begangen worden sein.“ Bei mehr als 50 Tötungen stünden Dschihadisten mit Verbindungen zum Islamischen Staat unter Verdacht.

Die Vereinten Nationen berufen sich dabei auf „glaubwürdige Anschuldigungen“, die die UN-Mission in dem Land seit Mitte August bezüglich ehemaliger Regierungsmitglieder, Sicherheitskräfte und Militärs erreicht hätten. Auch eine Reihe von Menschenrechtlern und Journalisten seien in den vergangenen Monaten „angegriffen, eingeschüchtert, schikaniert, willkürlich festgenommen, misshandelt und getötet“ worden, hieß es weiter. Hier zählten die UN acht Mitglieder zivilgesellschaftlicher Organisationen und zwei Medienschaffende, die durch die radikal-islamische Taliban, Islamisten oder Unbekannte ums Leben kamen.

Die schwere sozioökonomische Krise in Afghanistan könne nach Ansicht von Guterres nur dann überwunden werden, wenn die Taliban international nicht isoliert würden: „Die Entwicklung eines konstruktiven Dialogs zwischen den De-facto-Machthabern, anderen afghanischen Interessengruppen, der Region und der internationalen Gemeinschaft (...) ist daher von entscheidender Bedeutung.“ Der UN-Chef schlug eine neue Struktur der Präsenz der Vereinten Nationen in Afghanistan vor, durch die auf der einen Seite die politische Entwicklung und auf der anderen die humanitäre Hilfe koordiniert werden sollen.

Lesen Sie auch: Um eine humanitäre Katastrophe in Afghanistan zu verhindern, muss der Westen umdenken – und besonders der Privatwirtschaft mehr Unterstützung bieten.

dpa
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