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Wirtschaftliche Öffnung Kuba plant neue Lizenzen für Kleinunternehmer

Kuba wirtschaftliche Öffnung Quelle: dpa

Vor rund einem Jahr hatte die kubanische Regierung die Vergabe der Lizenzen gestoppt. Bei dem neuen Anlauf sollen kleine private Betriebe in Zukunft stärker kontrolliert werden.

Die kubanische Regierung will den Privatsektor des sozialistischen Inselstaates weiter stärken. Ab Dezember werden neuen Lizenzen für Kleinunternehmer vergeben, wie die Parteizeitung „Granma“ am Dienstag berichtete. Auf der anderen Seite sollen die kleinen privaten Betriebe in Zukunft stärker kontrolliert werden.

Vor rund einem Jahr hatte die Regierung die Vergabe der Lizenzen gestoppt. Die Behörden hatten zuvor festgestellt, dass viele Kleinunternehmer keine Steuern zahlten oder sich auf dem Schwarzmarkt mit bei Staatsbetrieben gestohlener Ware eindeckten.

Künftig müssen die Kleinunternehmer über ein Bankkonto verfügen, damit die Behörden den Zahlungsverkehr kontrollieren können. Taxifahrer brauchen zudem einen speziellen Ausweis zum Tanken. Damit soll verhindert werden, dass sie von staatlichen Unternehmen gestohlenes Benzin kaufen.
Seit Beginn der vorsichtigen wirtschaftlichen Öffnung 2010 ist der Privatsektor in Kuba kräftig gewachsen. Mittlerweile sind fast 600 000 Menschen in den 123 freigegeben Branchen tätig. Sie betreiben meist kleine Werkstätten, Friseurläden, Restaurants oder Pensionen.

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