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Art, Wirksamkeit, Nebenwirkungen, Lagerung Das sollten Sie über den Corona-Impfstoff von Novavax wissen

Der Corona-Impfstoff von Novavax Quelle: REUTERS

Biontech, Moderna, Astrazeneca, Johnson & Johnson – und was kommt dann? Schon bald könnte der Corona-Impfstoff von Novavax eine Zulassung in der EU erhalten. Die wichtigsten Fakten im Überblick.

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Das Impftempo nimmt Fahrt auf. Jeder Vierte in Deutschland ist bereits vollständig geimpft. Die Vakzine von Biontech, Moderna, Astrazeneca sowie Johnson & Johnson werden fleißig verabreicht.

Doch auch andere Corona-Impfstoffe stehen in den Startlöchern. So wie der von Novavax: Das US-Biotechunternehmen Novavax plant nach weiteren positiven Studienergebnissen mit seinem Corona-Impfstoff nun einen Zulassungsantrag bis Ende September zu stellen, unter anderem in der EU. Seit Februar läuft ein beschleunigtes Prüfverfahren. Bis zum Zulassungsantrag will Novavax 100 Millionen Dosen pro Monat herstellen. Der Impfstoffhersteller hatte bereits zu Jahresbeginn erste Daten aus seiner Studie in Großbritannien vorgelegt, musste aber mehrmals seine Produktionsziele verschieben und kämpfte mit Engpässen bei Materialien und Zubehör zur Herstellung.

Art des Impfstoffs

Das macht den Impfstoff aus: Der Impfstoff-Kandidat ist im Gegensatz zu den bisher zugelassenen Impfstoffen weder ein Vektor- noch ein mRNA-Impfstoff – er ist ein proteinbasierter Impfstoff. Das Vakzin enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen. Das Immunsystem zeigt dann eine Reaktion gegen den Impfstoff und ist somit vorbereitet, falls es tatsächlich mit dem Virus konfrontiert wird. Das ist das gleiche Prinzip wie bei dem Grippe-Impfstoff. Novavax muss zwei Mal gespritzt werden.

Wirksamkeit gegen das Corona-Virus
 

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Novavax bietet nach Unternehmensangaben einen hohen Schutz. In einer Phase-3-Studie mit rund 30.000 Teilnehmern in den USA und Mexiko zeigte das Vakzin eine Wirksamkeit von knapp 90 Prozent gegen die vorherrschenden Virusvarianten. Das bedeutet, dass bei den Probanden der geimpften Gruppe rund 90 Prozent weniger Erkrankungen auftraten als bei den Teilnehmern der Kontrollgruppe. Und: Der Impfstoff zeigte eine Wirksamkeit von 100 Prozent bei der Vorbeugung mittelschwerer und schwerer Corona-Fälle.

Während der Untersuchung sei die erstmals in Großbritannien aufgetretene Alpha-Variante B.1.1.7 am häufigsten aufgetreten, Studienteilnehmer hätten sich aber auch mit den Varianten aus Brasilien, Südafrika und Indien infiziert, sagte Novavax-Forschungschef Gregory Glenn. Gegen Varianten, die Novavax nicht identifizieren konnte, sei das Vakzin zu etwa 70 Prozent wirksam gewesen.

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Nebenwirkungen des Impfstoffs

Generell ist die Impfung in der Studie gut vertragen worden. Teilnehmer berichteten über übliche Nebenwirkungen, die auch bei den bereits zugelassenen Impfstoffen auftreten, wie zeitweilige Schmerzen an der Einstichstelle sowie Müdigkeit, Kopf- und Muskelschmerzen.

Lagerung

Der Impfstoff spielt eine wichtige Rolle für Impfkampagnen in Entwicklungsländern. Denn: Er ist leicht zu transportieren und lagern. Der Impfstoff lässt sich bei 2 °C bis 8 °C stabil lagern und wird in Form einer gebrauchsfertigen Flüssigformulierung ausgeliefert.


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