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Bundeswehr-Transportflugzeug Schraube am Triebwerk locker: Abnahme zweier A400M verzögert sich

Wieder eine Panne beim neuen Transportflugzeug der Bundeswehr. Am A400M wurden jetzt lockere Bauteile festgestellt, die Einsatzbereitschaft leidet.

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Die Transportmaschine hat nun Probleme am Propeller. Quelle: dpa

Die Bundeswehr hat die Abnahme des Airbus-Militärtransporters A400M wegen anhaltender Technikprobleme vorerst gestoppt. Zwei zur Auslieferung anstehende Maschinen würden nicht übernommen, teilte die Luftwaffe am Mittwoch in Berlin mit. Bei routinemäßigen Überprüfungen sei festgestellt worden, dass Befestigungsmuttern der Propeller nicht fest genug angezogen gewesen seien. „Wird dieser Mangel nicht erkannt und korrigiert, kann dies zu schwerwiegenden strukturellen Schäden am Propeller und der Welle des Propellergetriebes führen“, erklärte die Luftwaffe. Es seien daher zusätzliche Inspektionen angeordnet worden, die etwa einen Tag pro Flugzeug dauerten und damit die Einsatzbereitschaft einschränkten.

Darüber hinaus seien eine Vielzahl weiterer Zusatzinspektionen nötig, bemängelte die Luftwaffe. Dabei würden die Triebwerksbefestigungen und Triebswerksklappen geprüft. Außerdem gebe es Rissprüfungen an den Brennkammern. „Die gesamten technischen Mängel sowie die Feststellung, dass die zwei derzeit auszuliefernden Maschinen zusätzlich nicht die vertraglich zugesicherten Eigenschaften besitzen, führen zur aktuellen Nichtabnahme dieser Luftfahrzeuge durch die Bundeswehr.“

Die Luftwaffe hat bisher 31 von 53 bestellten A400M übernommen. Die Maschinen sind im niedersächsischen Wunstorf stationiert und lösen die wesentlich kleinere, aus den 60er Jahren stammende Transall ab.

Mehr: Merkel und Macron betonen ihre Einigkeit – doch bei der Umsetzung mit der Industrie türmen sich bei gemeinsamen Kampfflugzeugen und Panzern neue Hürden auf.

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