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China-Business Deutsche Unternehmen blicken optimistisch nach Fernost

Trotz der Corona-Pandemie konnte 2020 mehr als jedes Dritte Deutsche Unternehmen den Umsatz in China steigern. Auch für dieses Jahr sind die Erwartungen hoch.

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Die Geschäfte florieren zwischen den Nationen, deutsche Unternehmen sind positiv gestimmt. Sie wünschen sich aber weniger bürokratische Hürden. Quelle: dpa

Während der Corona-Krise hat sich das China-Geschäft für Deutsche Firmen als eine wichtige Stütze erwiesen. Das geht aus den am Dienstag veröffentlichten Ergebnissen der jährlichen Geschäftsklima-Umfrage der Deutschen Handelskammer in China hervor.

Demnach gelang es trotz Corona 39 Prozent der deutschen Unternehmen ihren Umsatz in China im abgelaufenen Jahr zu steigern. Sogar 42 Prozent der Firmen konnten beim Gewinn zulegen. Zudem habe es 2020 rund ein weiteres Viertel der befragten Unternehmen in China geschafft, Umsätze und Ergebnisse in etwa auf dem Niveau des Vorjahres zu halten.

China, das die Pandemie bereits im Frühsommer unter Kontrolle gebracht hatte, war die einzige große Volkswirtschaft, die 2020 ein Wachstum geschafft hatte. „Davon haben auch deutsche Unternehmen profitiert“, sagte Andreas Glunz von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, die an der Umfrage beteiligt war. Die Rückgänge in der EU und den USA seien durch das im zweiten Halbjahr in China wieder anziehende Geschäft teilweise kompensiert worden.

Große Erwartungen haben die Deutschen Firmen an das geplante Investitionsabkommen (CAI) zwischen der EU und China. „Durch das CAI werden die von China bereits eingeleiteten Marktöffnungsschritte für europäische Unternehmen unumkehrbar“, sagte Stephan Wöllenstein, Präsident der Deutschen Handelskammer in China. Zwar hätten Unternehmen auch in Zukunft mit Herausforderungen auf „indirekter Ebene“ zu kämpfen. Von den Vereinbarungen im CAI erhofften sich die deutschen Unternehmen aber mehr Rechtssicherheit und bessere Wettbewerbsbedingungen.

Größte Hürde in China: zu viel Bürokratie

Weiterhin zählten laut der Kammer administrative und bürokratische Hürden zu den größten Hindernissen in China: Zollvorschriften und -verfahren, das Einholen erforderlicher Lizenzen, aber auch die Anforderungen des neuen Gesetzes für Cybersicherheit und das Sozialkredit-System beschäftige die deutschen Firmen.

Die EU und China hatten Ende Dezember eine grundsätzliche Einigung auf das Investitionsabkommen verkündet, dessen juristische Details aber noch weiterverhandelt werden müssen. Der Vereinbarung müssen auch noch die EU-Mitgliedsstaaten und das Europa-Parlament zustimmen.

Gegen das Abkommen regt sich aber erheblicher Widerstand. Kritikern geht es nicht weit genug. Auch wurde die Einigung als voreilig kritisiert, da der neue US-Präsident Joe Biden eine Allianz mit Verbündeten wie den Europäern im Umgang mit China schaffen will. Es gibt aus Erfahrung auch Zweifel an der Vertragstreue Chinas.

Trotz aller Hindernisse dominiert laut der Kammer-Umfrage auch mit Blick auf dieses Jahr der Optimismus bei deutschen Firmen in China: So gingen 77 Prozent der Befragten davon aus, dass sich ihre Branche in China besser entwickeln wird als in anderen Märkten. Daher erwarten 72 Prozent der Befragten für ihr Unternehmen in China steigende Umsätze und 56 Prozent höhere Gewinne für 2021.

Dies spiegelt sich auch in einem starken Bekenntnis zum chinesischen Markt wider: Fast alle befragten Unternehmen (96 Prozent) gaben an, keinerlei Pläne zu haben, China zu verlassen und 72 Prozent planen weitere Investitionen, zum Beispiel in Produktionsanlagen (44 Prozent) und Maschinen (34 Prozent) sowie in Forschung und Entwicklung (32 Prozent).

Laut Andreas Glunz von KPMG würden „in vielen Schlüsselindustrien in China die Weichen für die Entwicklungen der Zukunft gestellt“. Eine Präsenz vor Ort sei daher wichtig. Große Geschäftschancen in China sehen die befragten deutschen Unternehmen insbesondere bei innovativen Technologien (58 Prozent) und digitalen Lösungen (51 Prozent).

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