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Ernteausfälle Zu lange Verfahren – Bauernverband kritisiert Dürrehilfe

Wegen der schlechten Ernte haben Bund und Länder finanzielle Hilfen für Landwirte in Aussicht gestellt. Die Umsetzung dauere aber zu lange, so der Bauernverband.

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Die Bauern in Deutschland haben aufgrund zu geringer Regenfälle und hoher Temperaturen die schlechteste Ernte seit Jahren eingefahren. Quelle: dpa

Berlin Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, hat die Umsetzung der zwischen Bund und Ländern beschlossenen Dürrehilfe für Bauern kritisiert. „Das Verfahren lässt eine schnelle und effektive Dürrehilfe nicht zu“, erklärte Rukwied am Donnerstag. Es überfordere die Landwirte und dauere zu lange.

Die Präsidenten der Landesbauernverbände fordern deshalb von Bund und Ländern, das Hilfsprogramm zu vereinfachen. „Wenn den betroffenen Betrieben wirklich geholfen werden soll, was dringend notwendig ist, müssen die Vorgaben anders ausgestaltet werden“, sagte Rukwied.

Die Bauern in Deutschland hatten aufgrund zu geringer Regenfälle und hoher Temperaturen die schlechteste Ernte seit Jahren eingefahren. Im August hatte Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) bis zu 170 Millionen Euro Dürrehilfen des Bunds in Aussicht gestellt. Die andere Hälfte des Gesamtbetrags sollen die Länder tragen. Insgesamt sollen 340 Millionen Euro an Bauern verteilt werden.

Dürrehilfe gibt es allerdings nur dann, wenn der Ernteertrag auf Acker und Grünland im Betriebsdurchschnitt um über 30 Prozent geringer ist als im Schnitt der vergangenen drei Jahre. Es gibt auch nur dann Geld, wenn der Betrieb ohne Dürre nicht existenzgefährdet wäre.

Zudem sind weitere zahlreiche Kriterien zu erfüllen. „Wir befürchten, dass einige bürokratische Hürden viele betroffene Betriebe von der Hilfsmaßnahme ausschließen“, sagte Rukwied.

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