Finanzplatz Frankfurt SPD-Wirtschaftsforum kritisiert Koalitionsvertrag

Exklusiv
Harald Christ, Präsidiumsmitglied des SPD-Wirtschaftsforums Quelle: imago

Das SPD-Wirtschaftsforum kritisiert die Pläne der möglichen neuen Großen Koalition für die Finanzmarktpolitik. Ohne einen starken Finanzmarkt drohe Deutschland den Anschluss zu verlieren.

Harald Christ, Präsidiumsmitglied des SPD-Wirtschaftsforums, kritisiert die geplante schwarz-rote Finanzmarktpolitik: „Deutschland muss der neue Banker Europas werden: Ein eigenständiger Finanzmarkt ist im nationalen Interesse für Deutschland, auch als Katalysator für unsere Wirtschaft“, sagt Christ, der bis vor kurzem Vorstandsmitglied der Ergo-Versicherung war, der WirtschaftsWoche.

Ohne einen starken Finanzmarkt drohe das Land den Anschluss und damit auch die Mitsprache bei globaler Finanzmarktregulierung zu verlieren. „Der Koalitionsvertrag lässt allerdings ein klares Bekenntnis für einen starken, stabilen und wettbewerbsfähigen Finanzstandort Deutschland schmerzlich vermissen“, kritisiert Christ.

Nachbarländer seien da viel weiter. „Während der französische Präsident Emmanuel Macron den Finanzplatz Paris als Chefsache vorantreibt, überlässt die Bundesregierung die Stärkung und Attraktivitätssteigerung Frankfurts dem Bundesland Hessen und der Stadt Frankfurt“, sagt der SPD-Mann. Seine Forderung: „Die neue Bundesregierung muss energischer für Frankfurt einstehen und mehr tun, als nur dem Präsidenten Macron dabei zuzusehen, wie er Fakten für Paris schafft.“

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