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KonjunkturBundesregierung erwartet maue Konjunktur in Sommermonaten

Europas größte Volkswirtschaft ist zuletzt zwei Quartale in Folge geschrumpft und steckt in einer Rezession. Die Bundesregierung sieht die deutsche Wirtschaft im Sommer noch nicht im Aufwind. 14.07.2023 - 12:47 Uhr

Als binnenwirtschaftlicher Dämpfer wirkten weiterhin die Kaufkraftverluste infolge der hohen, wenn auch rückläufigen Inflation, die den privaten Konsum beeinträchtigten.

Foto: dpa

Die Bundesregierung sieht die deutsche Wirtschaft im Sommer noch nicht im Aufwind. Im laufenden Quartal sei von einer „gedämpften konjunkturellen Entwicklung“ auszugehen, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Monatsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums.

„Eine stärkere wirtschaftliche Belebung wird erst erwartet, wenn sich eine spürbare weltwirtschaftliche Erholung abzeichnet und die Kaufkraft aufgrund rückläufiger Inflation und höherer Tarifabschlüsse wieder steigt“, so das Ministerium.

In der Industrieproduktion zeichnete sich zwar erste Stabilisierungstendenzen ab. „Allerdings dürften die noch schwache globale Nachfrage und verhaltene inländischen Absatzperspektiven einer kräftigeren Erholung noch entgegenstehen.“ Insbesondere die Wertschöpfung in den energieintensiven Bereich sei trotz sinkender Energiepreise noch rückläufig.

„Als binnenwirtschaftlicher Dämpfer wirken weiterhin die Kaufkraftverluste infolge der hohen, wenn auch rückläufigen Inflation, die den privaten Konsum beeinträchtigen“, heißt es in dem Monatsbericht.

„Die höheren Abschlüsse bei den Tariflöhnen und -gehältern in Verbindung mit der Nutzung der Inflationsausgleichsprämie verringern die Reallohnverluste jedoch spürbar und dürften sich im weiteren Verlauf auch im Einzelhandel und anderen konsumnahe Branchen bemerkbar machen.“

Konjunkturerholung von Zinsanstieg beeinträchtigt

Beeinträchtigt werde die Konjunkturerholung zudem vom Zinsanstieg, der die Investitionen dämpfe. Insbesondere in der darauf besonders sensiblen reagierenden Bauwirtschaft „deuten sich infolge der gestiegenen Zinsen spürbare Nachfragerückgänge an“, so das Ministerium.

Europas größte Volkswirtschaft ist zuletzt zwei Quartale in Folge geschrumpft und steckt damit in einer Rezession. Wie sie im zurückliegenden Frühjahrsquartal abgeschnitten hat, will das Statistische Bundesamt Ende Juli abschätzen. Institute gehen inzwischen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt auch im Gesamtjahr sinken dürfte.

rtr
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