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LAE Entscheiderpanel57 Prozent für Grenzkontrollen und Zurückweisungen

Deutschlands Führungskräfte befürworten mehrheitlich Kontrollen und Zurückweisungen an den Grenzen, sind unzufrieden mit der Ampelkoalition und erwarten noch mehr Bürokratie. Eine exklusive Umfrage.Hauke Reimer 28.09.2023 - 14:23 Uhr
Foto: dpa Picture-Alliance , WirtschaftsWoche

Angesichts massiv gestiegener Asylbewerberzahlen und überforderter Kommunen debattiert die Ampelregierung über Kontrollen an Deutschlands Grenzen. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) und der Bundesverband Spedition und Logistik äußerten sich skeptisch.

Deutschlands Führungskräfte in Wirtschaft und Verwaltung aber sprechen sich in einer repräsentativem Umfrage des Entscheiderpanels der LAE e.V., durchgeführt von den Instituten IMMEDIATE, IFAK Institut und forsa, mehrheitlich dafür aus.

57 Prozent der befragten Führungskräfte bejahen Grenzkontrollen innerhalb des Schengen-Raums und Zurückweisungen von Migranten an den deutschen Grenzen, 37 Prozent sind dagegen.

Schlechte Noten für die Koalition

Mit der Politik der Ampel generell unzufrieden sind laut Umfrage 55 Prozent der Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger. Sie beurteilen die Leistung der Bundesregierung als sehr schlecht oder schlecht. Zufrieden (Leistung gut oder sehr gut) sind 14 Prozent.

Befragt wurden zwischen dem 19. und 26. September 985 Führungskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung, die insgesamt gut drei Millionen Selbstständige mit Betrieben ab sechs Beschäftigten, Angehörige der Freien Berufe, Angestellte mit verantwortlichen Tätigkeiten oder Führungsaufgaben und höhere Beamte repräsentieren.

„Bürokratie wird zunehmen“

Ein häufig von Unternehmen beklagtes Problem ist die Belastung der Wirtschaft durch Bürokratie. Die Ampel hat dieses adressiert: „Wir wollen dazu beitragen, dass wir durch Bürokratieabbau zügigere Entscheidungen ermöglichen, damit daraus auch neue Wachstumschancen für unser Land entstehen“, hatte Bundeskanzler  Olaf Scholz Ende August bei der Koalitionsklausur im brandenburgischen Meseberg verkündet. Für die Bundesregierung sei der Bürokratieabbau ein Kernanliegen.

Deutschlands Entscheiderinnen und Entscheidern fehlt daran aber der Glaube: In der Umfrage erwarteten 96 Prozent der Befragten, der bürokratische Aufwand für ihre Firma werde in den kommenden zwei Jahren zunehmen oder zumindest gleichbleiben. 

Lesen Sie auch: Kanzler Scholz über den Standort Deutschland – „Es gibt keinen Anlass zu jammern“

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