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Martin Schulz Von 100 auf 17

Das Jahr 2017 von Martin Schulz: Erst wird er Kanzlerkandidat der SPD und mit 100 Prozent zum Parteichef gewählt. Dann stürzt die Partei bei der Bundestagswahl auf 20,5 Prozent ab und setzt diese Talfahrt nun fort.

SPD-Chef Martin Schulz: Von 100 auf 17 Quelle: dpa

BerlinVor genau einem Jahr hat der damalige SPD-Chef Sigmar Gabriel seinen Verzicht auf den Parteivorsitz und die Kanzlerkandidatur zugunsten von Martin Schulz angekündigt. „Weil er die besseren Chancen hat. Das liegt auf der Hand“, sagte Gabriel am 24. Januar 2017 zur Begründung. Was folgte, waren wenige Wochen Euphorie und ein tiefer Absturz.

Was ist seitdem geschehen? Ein Jahr Schulz in Prozenten:

  • 21 Prozent – Das ist der Umfragewert, mit dem Schulz am 24. Januar die SPD von Gabriel übernimmt.
  • 33 Prozent – Dreieinhalb Wochen später, am 18. Februar, erreicht Schulz nach steilem Aufstieg diesen Höchstwert für die SPD. Das Niveau hält die Partei nur kurze Zeit. Dann geht es wieder bergab.
  • 100 Prozent – Schulz wird am 19. März mit diesem Rekordergebnis zum Parteichef gewählt. Ein früher Höhepunkt seiner Amtszeit.
  • 20,5 Prozent – Bei der Bundestagswahl am 24. September stürzt die SPD auf ihr schlechtestes Ergebnis der Nachkriegsgeschichte ab.
  • 81,9 Prozent – Am 7. Dezember wird Schulz mit diesem Ergebnis als Parteichef wiedergewählt – das sechstschlechteste Ergebnis bei einer Wahl zum SPD-Vorsitzenden seit 1949. Schulz spricht trotzdem von einem „Vertrauensvorschuss“.
  • 56,4 Prozent – So knapp ringt sich die SPD am vergangenen Sonntag auf dem Parteitag in Bonn zu Verhandlungen über eine große Koalition durch. In der Parteispitze hatte man auf mindestens 60 Prozent gehofft.
  • 17 Prozent – Nach dem Bonner Parteitag verliert die SPD in den Umfragen weiter: Bei Forsa kommt sie am Montag nur noch auf diesen Wert – elf Monate zuvor war es noch fast doppelt so viel.
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