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Nachhaltigkeit Ein Jahr „Grüner Knopf“: 52 Unternehmen beteiligen sich

Mehr als 50 Millionen Artikel, die das Nachhaltigkeitssiegel tragen, sind seit dem Start verkauft worden. Entwicklungsminister Müller will nachlegen.

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52 Firmen beteiligen sich aktuell. Quelle: dpa

Ein Jahr nach der Einführung des Textilsiegels „Grüner Knopf“ beteiligen sich 52 Unternehmen an dem Markenzeichen für sozial und ökologisch nachhaltig hergestellte Textilien. Allein im wirtschaftlich schweren ersten Halbjahr 2020 seien so mehr als 50 Millionen Artikel mit dem Grünen Knopf verkauft worden, darunter 35 Millionen Kleidungsstücke, teilte das Entwicklungsministerium mit. Das entspreche hochgerechnet einem Marktanteil zwischen 1,5 und 3 Prozent.

Der Grüne Knopf sei ein „Zeichen für Verantwortung“, sagte Entwicklungsminister Gerd Müller dazu. Der CSU-Politiker wollte am Mittwoch mit Diakonie und Caritas eine Absichtserklärung unterschreiben, die den Kreis der Teilnehmer am Grünen Knopf deutlich erweitern soll. Am 9. September vergangenen Jahres war das staatliche Siegel offiziell an den Start gegangen.

„Wir brauchen einen grundlegenden Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten. Denn am Anfang vieler unserer Produkte stehen Menschen, die bislang kaum von ihrer Arbeit leben können“, erklärte Müller.

„Noch immer müssen 75 Millionen Kinder weltweit unter ausbeuterischen Bedingungen schuften - auch für unsere Produkte. Immer mehr Kunden wollen das nicht länger hinnehmen und fordern, dass in der Produktion grundlegende Mindeststandards eingehalten werden.“

Der Grüne Knopf sei damit auch „eine Blaupause“ für ein branchenübergreifendes Lieferkettengesetz. „Denn das Siegel zeigt: Es geht. Selbst kleine Start Ups schaffen das“, so Müller.

Müller trifft am Nachmittag den Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, sowie den Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, Hans Jörg Millies, um die Absichtserklärung zu unterzeichnen.

Erklärtes Ziel: die Beschaffung von Textilien nachhaltiger zu gestalten und damit zu einer Verbesserung der Menschenrechts-, Sozial- und Umweltstandards entlang globaler Lieferketten und in den Produktionsländern beizutragen.

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