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Rechtsextremismus Nach Razzien: Erste rechte Terrorverdächtige in Untersuchungshaft

Der Bundesgerichtshof hat Haftbefehle gegen fünf der mutmaßlichen Unterstützer einer rechten Terrorgruppe erlassen. Die Männer sollen mehrere Anschläge geplant haben.

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Insgesamt zwölf Männer im Alter zwischen 31 und 60 Jahren werden in Karlsruhe dem Haftrichter vorgeführt. Quelle: dpa

Nach der Zerschlagung einer mutmaßlichen rechten Terrorzelle befinden sich die ersten der insgesamt zwölf Festgenommenen in Untersuchungshaft. Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) erließen am Samstag zunächst Haftbefehl gegen ein mutmaßliches Mitglied der Gruppe, den 39-jährigen Tony E. aus Niedersachsen, und vier mutmaßliche Helfer aus Sachsen-Anhalt, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Das sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur in Karlsruhe.

Die anderen Vorführungen sollten im Laufe des Tages stattfinden. Dazu waren alle zwölf Beschuldigten zum BGH nach Karlsruhe gebracht worden. Die Ermittlungsrichter entscheiden, ob ein Verdächtiger in U-Haft kommt oder möglicherweise wieder freigelassen werden muss.

Der Generalbundesanwalt war am Freitag mit Razzien in sechs Bundesländern gegen die Gruppe vorgegangen. Die mutmaßlichen Rechtsterroristen sollen Anschläge auf Politiker, Asylbewerber und Muslime ins Auge gefasst haben, um Chaos auszulösen und so die Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik ins Wanken zu bringen. Das Vorhaben sei aber noch nicht näher konkretisiert worden.

Die Festgenommenen, alles Deutsche, sind dem Vernehmen nach zwischen 31 und 60 Jahre alt. Vier von ihnen sollen sich zu der eigentlichen Terrorzelle zusammengeschlossen haben. Die acht anderen halten die Ermittler für Unterstützer. Sie sollen sich bereiterklärt haben, Geld zu geben, Waffen zu beschaffen oder an künftigen Anschlägen mitzuwirken. Zum Kern der Gruppe rechnet die Bundesanwaltschaft noch einen fünften Mann. Er wurde aber als Einziger nicht festgenommen.

Laut Bundesanwaltschaft hatte sich die Gruppe in Chats und telefonisch ausgetauscht, aber auch schon mehrfach getroffen. Diese Treffen soll der 53-jährige Werner S. aus dem Raum Augsburg koordiniert haben, zum Teil unterstützt von Tony E.. Wie „Der Spiegel“ berichtete, sollen mehr als zehn Personen am vergangenen Samstag im westfälischen Minden zusammengekommen sein. Dieses Treffen sei von den Sicherheitsbehörden mit großem Aufwand observiert worden.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte am Freitag zu den Durchsuchungen bekanntgegeben, dass ein Verwaltungsmitarbeiter der Polizei suspendiert worden sei. Dieser Mann ist dem Vernehmen nach einer der festgenommenen Unterstützer. Die zwei anderen mutmaßlichen Mitglieder der Gruppe, Michael B. (47) und Thomas N. (35) stammen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Baden-Württemberg (Raum Esslingen) und NRW (Kreis Minden-Lübbecke).

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