Seitenblick: So hart trifft die Teuerung das Oktoberfest
In München heißt es erstmals nach zwei Jahren Corona-Zwangspause wieder: O'zapft is!
Foto: WirtschaftsWocheEs ist soweit: Seit vergangenem Samstag wird in München erstmals seit Beginn der Pandemie wieder das Oktoberfest gefeiert.
Nach zwei Jahren Coronapause soll alles so sein wie bisher, vom Bier-Anzapfen durch Oberbürgermeister Dieter Reiter, der danach Ministerpräsident Markus Söder die erste frisch gezapfte Maß überreicht, bis hin zum gemeinsamen Singen und Tanzen im Bierzelt.
Die Wiesn dauert dieses Jahr mit 17 Tagen einen Tag länger bis zum 3. Oktober, da der Tag der Deutschen Einheit auf Montag nach dem letzten Wiesn-Sonntag fällt.
Bisher dämpfte ungünstiges, nasskaltes Wetter das Interesse der fröstelnden Gäste am Oktoberfest. Bei Temperaturen um zehn Grad fragt sich wohl so mancher schon: Gibt's hier eigentlich auch Glühwein?
Spezielle Corona-Auflagen soll es nicht geben. Wissenschaftler wie Politiker rechnen mit einer Corona-Welle nach der Wiesn. Regelmäßig schnellten nach Volksfesten die Inzidenzen hoch auf um die 1000, zuletzt etwa nach dem Gillamoos in Abensberg. Die Inzidenz lag in München am Montag laut Robert Koch-Institut (RKI) bei knapp über 200.
Immerhin eins ändert sich: der Preis für eine Maß Bier, der auf über 13 Euro steigt. Doch auch das hatte auch schon vor dem jetzigen Inflationsschub lange Tradition; allein in den letzten 20 Jahren hat sich der Bierpreis auf der Wiesn verdoppelt.
Mit Material von dpa
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