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Ende der Kredithilfen DIW sieht nur mäßiges Wachstumspotenzial für Griechenland

Griechenland: DIW sieht wirtschaftliches Potenzial skeptisch Quelle: AP

Seit 2010 wird Griechenland mit internationalen Kredithilfen vor dem finanziellen Kollaps bewahrt. Nun soll das Land von Ende August an aber finanziell wieder auf eigenen Füßen stehen. Das DIW ist mäßig überzeugt, dass das gelingt.

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Unmittelbar vor dem Ende des Euro-Rettungsprogramms für Griechenland sehen Ökonomen das wirtschaftliche Potenzial des Landes weiter skeptisch. Auch in den kommenden Jahren sei kein dynamisches Wachstum zu erwarten, heißt es in einer Studie, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. Die eingeleiteten Reformen in Griechenland hätten sich weitgehend auf eine Deregulierung des Arbeitsmarktes beschränkt, statt ein attraktives Investitionsklima zu schaffen - etwa durch den Abbau staatlicher Bürokratie und eine bessere Verknüpfung von Forschung und Wirtschaft.

Seit 2010 wird Griechenland mit internationalen Kredithilfen vor dem finanziellen Kollaps bewahrt. Nach einem letzten milliardenschweren Hilfspaket soll das südeuropäische Land von Ende August an aber finanziell wieder auf eigenen Füßen stehen.

Der DIW-Studie zufolge zeichnet sich allerdings nur ein „kraftloser Erholungsprozess“ ab. Die Bruttowertschöpfung im gewerblichen Wirtschaftssektor seit sei 2008 um 38 Prozent eingebrochen und das Erreichen der Vorkrisenniveaus liege in weiter Ferne. Der Autor der Studie, Alexander Kritikos, erklärte, anstelle der notwendigen Wachstumsraten von fünf Prozent rechne er in den kommenden Jahren eher mit einem Wirtschaftswachstum „von rund ein bis zwei Prozent“.

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