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Notenbankkreise Berlins Wunschkandidatin Donnery wird EZB-Bankenaufsicht übernehmen

Exklusiv
EZB-Bankenaufsicht: Sharon Donnery macht das Rennen Quelle: REUTERS

Die Irin Sharon Donnery wird wohl neue Vorsitzende der Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank. Die Wunschkandidatin der deutschen Bundesregierung genießt breite Unterstützung, heißt es aus Notenbankkreisen.

Berlins Wunschkandidatin für den Vorsitz der Bankenaufsicht bei der Europäischen Zentralbank (EZB), die Irin Sharon Donnery, hat das Rennen um den Posten für sich entschieden. „Donnery genießt breite Unterstützung“, heißt es aus Notenbankkreisen.

Ende des Monats wird die EZB dem Europäischen Parlament eine Shortlist mit mindestens zwei Kandidaten übermitteln. Der andere Kandidat auf der Liste, der Italiener Andrea Enria, sei so gut wie chancenlos, da nicht einmal klar sei, ob er die Unterstützung seiner Regierung habe. Rom stört sich daran, dass Enria als Chef der Europäischen Bandenbehörde EBA für einen entschlossenen Abbau von faulen Krediten plädierte. Donnerys Fachkompetenz ist unbestritten, und vor allem pocht das Europäische Parlament darauf, mehr Frauen in Spitzenpositionen bei der EZB zu bringen. Die Bundesregierung hat sich stark für Donnery eingesetzt, um einen Italiener als obersten europäischen Bankenaufseher zu verhindern.

Die Kandidaten müssen sich in einer nicht-öffentlichen Anhörung dem Europäischen Parlament stellen, das anschließend mehrheitlich über die Personalie entscheidet. Der Vertrag von Amtsinhaberin Danièle Nouy läuft noch bis zum Jahresende.

Der Vorsitz der Bankenaufsicht bei der EZB ist der erste von einer ganzen Serie von Topjobs auf EU-Ebene, über die in den kommenden Monaten entschieden werden muss.

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