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GeldpolitikVilleroy will bei „Spiel“ gegen die Inflation weitermachen – Rate für November nach oben korrigiert

Der französische Notenbankchef betont die Entschlossenheit der EZB, die Inflation einzudämmen. Der Preisdruck im November war marginal stärker als erwartet. 16.12.2022 - 11:27 Uhr

Villeroy prognostiziert, dass die Inflation im ersten Halbjahr 2023 ihren Höhepunkt erreicht und dann zurückgeht.

Foto: Reuters

Der Kampf der Europäischen Zentralbank (EZB) gegen die hohe Inflation dauert laut Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau noch an. „Wir haben die erste Hälfte der Partie beendet, aber das Spiel ist noch nicht vorbei,“ sagte er am Freitag dem französischen Radiosender BFM Business. Die Währungshüter seien entschlossen, bis Ende 2024, Ende 2025 die Inflation wieder zurückzudrängen auf zwei Prozent, sagte das EZB-Ratsmitglied.

Diese Marke strebt die Euro-Notenbank als Optimalwert für die Wirtschaft im Euro-Raum an. Villeroy bekräftigte seine Prognose, dass die Inflation ihren Höhepunkt im ersten Halbjahr 2023 erreichen und dann zurückgehen werde. Mit einer harten Landung der Wirtschaft im kommenden Jahr rechnet Villeroy nicht.

Die EZB hatte auf ihrer Zinssitzung am Donnerstag beschlossen, bei ihrem Zinserhöhungskurs den Fuß etwas vom Gas zu nehmen. Zudem kündigte sie an, im März den Abbau ihrer billionenschweren Anleihebestände in Angriff zu nehmen. Den Leitzins hoben die Euro-Wächter um 0,50 Prozentpunkte auf nunmehr 2,50 Prozent an.

Die Inflation in der Euro-Zone ist im November derweil von ihrem Rekordniveau aus etwas gesunken. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,1 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg laut einer zweiten Schätzung mitteilte. Der Wert aus der Erstschätzung wurde damit leicht nach oben revidiert. Zunächst war eine Rate von 10,0 Prozent ermittelt worden. Im Vormonat hatte die Teuerung mit 10,6 Prozent ein Rekordhoch markiert.

Nach wie vor steigen die Energiepreise am stärksten, allerdings nicht mehr ganz so kräftig wie noch im Vormonat. Verglichen mit November 2021 lagen sie aber immer noch 34,9 Prozent höher. Die Preise von Nahrungs- und Genussmitteln stiegen ebenfalls deutlich um 13,6 Prozent. Hier verstärkte sich der Preisauftrieb sogar etwas. Die Preise für sonstige Waren erhöhten sich um 6,1 Prozent, Dienstleistungen waren 4,2 Prozent teurer als vor einem Jahr.

rtr
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