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Inflation Familienunternehmer warnen vor Lohn-Preis-Spirale 2022

Im deutschen Mittelstand wächst die Sorge, dass die aktuell hohe Inflation auch 2022 anhalten könnte. Quelle: imago images

Das geht aus einer exklusive Umfrage der Wirtschaftsverbände „Die Familienunternehmer“ und „Die Jungen Unternehmer“ für die WirtschaftsWoche hervor. Die Familienunternehmen treibt auch noch eine weitere Sorge um.

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Im deutschen Mittelstand wächst die Sorge, dass die aktuell hohe Inflation auch 2022 anhalten könnte. In einer Umfrage der Wirtschaftsverbände „Die Familienunternehmer“ und „Die Jungen Unternehmer“ exklusiv für die WirtschaftsWoche gaben 86 Prozent der Firmenchefs an, dass nach ihrer Einschätzung die Teuerungsrate längerfristig über der von der Europäischen Zentralbank (EZB) angepeilten Zweiprozentmarke bleiben werde.

Zudem befürchten die Unternehmen im kommenden Jahr hohe Tarifabschlüsse. „Tritt nicht bald eine Trendwende bei der Preisentwicklung ein, werden die Arbeitnehmer verständlicherweise höhere Löhne fordern. Dann käme die Inflation erst richtig in Fahrt“, sagte Reinhold von Eben-Worlée, der Präsident der Familienunternehmer, der WirtschaftsWoche. Laut Umfrage halten 84 Prozent der rund 800 befragten Unternehmen die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale 2022 für „groß“ oder „sehr groß“.

2022 laufen die Tarifverträge in der Metall- und Elektroindustrie sowie der Chemiebranche aus. Hinzu kommen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen.

Mehr zum Thema: Trotz rasanten Preisschubs hält die EZB an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Das sei nur vorübergehend, sagt die Notenbank. Damit könnte sie falsch liegen, auch weil viele Unternehmen ihre Preise erst 2022 erhöhen können.

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