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InflationInflationsrate in Eurozone steigt auf 2,2 Prozent

Dienstleistungen und Lebensmittel werden teurer, Energiepreise sinken. Ökonomen sehen keine baldige Trendwende bei der Inflation. 01.10.2025 - 13:31 Uhr
Ein Einkaufswagen mit Lebensmitteln steht in einem Supermarkt. Foto: Philip Dulian/dpa

In der Eurozone hat die Inflation im September wie erwartet angezogen. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich um 2,2 Prozent, teilte das Statistikamt Eurostat in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mit. Im August hatte die Rate noch bei 2,0 Prozent gelegen.

Damit liegt die Inflation über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2 Prozent, die sie als optimal für die Preisstabilität im Euroraum erachtet. Die Notenbank hatte zuletzt den für Banken und Sparer relevanten Einlagenzinssatz bei 2,0 Prozent belassen.

Volkswirte hatten den Anstieg der Inflation im Schnitt erwartet. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Die Kernrate der Inflation, bei der besonders schwankungsanfällige Komponenten herausgerechnet werden, liegt unverändert bei 2,3 Prozent.

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Besonders deutlich stiegen die Preise für Dienstleistungen. Sie legten um 3,2 Prozent im Jahresvergleich zu. Aber auch die Preise für Lebens- und Genussmittel stiegen mit 3,0 Prozent deutlich. Die Energiepreise hingegen sanken mit 0,4 Prozent etwas.

„Nur Unterbrechung ihres Abwärtstrends“

„Trotz dieser kleineren Veränderungen hat sich die Inflationslage nicht verändert“, kommentierte Commerzbank-Volkswirt Ralph Solveen. Der zuletzt langsamere Anstieg der Löhne spreche dafür, dass der leichte Anstieg der Teuerungsrate bei Dienstleistungen nicht das Ende, sondern nur eine Unterbrechung ihres Abwärtstrends bedeute. Die Commerzbank erwartet, dass die Inflationsrate sich in den kommenden Monaten der 2-Prozent-Linie nähert.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde sieht die Notenbank geldpolitisch in einer guten Position. Die Inflationsrisiken seien in beide Richtungen weitgehend eingedämmt, sagte sie am Dienstag in Helsinki. „Und bei einem Zinssatz von 2 Prozent hat die EZB Spielraum, um zu reagieren, falls sich die Inflationsrisiken verschieben oder neue Schocks auftreten.“

„Die EZB tat gut daran, ihre Zinsen nicht weiter zu senken“, kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Die Inflationsrisiken seien nicht vollständig gebannt. Unter den großen Mitgliedsländern war die Inflationsrate in Spanien mit 3,0 Prozent besonders hoch. Besonders niedrig war sie in Frankreich mit 1,1 Prozent. In Deutschland lag sie bei 2,4 Prozent und in Italien bei 1,8 Prozent.

dpa
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