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Konjunktur IfW-Institut senkt Wachstumsprognose – „Delle im Winterhalbjahr“

Insgesamt beläuft sich dem IfW zufolge der Verlust an Wirtschaftsleistung durch die Corona-Krise in den Jahren 2020 bis 2022 auf schätzungsweise 320 Milliarden Euro. Quelle: dpa

Das Kieler IfW-Institut senkt seine Konjunkturprognose für Deutschland 2021 massiv. Im Winterhalbjahr stehe zunächst eine Delle bevor. 2022 dürfe es dann stärker bergauf gehen als bisher gedacht.

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Das Kieler IfW-Institut senkt seine Konjunkturprognose für Deutschland 2021 massiv – rechnet dafür aber im nächsten Jahr mit mehr Schwung. „Der Aufholprozess bleibt intakt, bekommt aber über das Winterhalbjahr eine Delle“, sagte IfW-Konjunkturchef Stefan Kooths am Donnerstag. „Fortbestehende Vorsichtsmaßnahmen zum Infektionsschutz und Lieferengpässe bei Vorprodukten erweisen sich als hartnäckiger und gravierender als erwartet und verschieben den Schlussspurt in das kommende Jahr.“ Für 2021 rechnen die Ökonominnen und Ökonomen mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,6 Prozent, bislang hatten sie 3,9 Prozent auf dem Zettel. 2022 dürfte es dann mit 5,1 Prozent stärker bergauf gehen als bisher mit 4,8 Prozent gedacht. Für 2023 erwartet das Institut 2,3 Prozent BIP-Wachstum.

Insgesamt beläuft sich dem IfW zufolge der Verlust an Wirtschaftsleistung durch die Corona-Krise in den Jahren 2020 bis 2022 auf schätzungsweise 320 Milliarden Euro. „Die Lieferengpässe kosten die Industrie schätzungsweise in diesem Jahr 40 Milliarden Euro Wertschöpfung, von der ein großer Teil nachgeholt werden dürfte, sobald die Lieferengpässe überwunden sind.“ Mit der zunächst schwächeren Erholung dürfte die Wirtschaft ihr Vorkrisenniveau erst im ersten Quartal 2022 erreichen und damit ein halbes Jahr später, als noch im Juni gedacht.

Mehr zum Thema: Das Exportklima trübt sich weiter ein – Grund sind vor allem die Lieferengpässe. Unsere Grafik zeigt, wie sehr die deutsche Ausfuhrwirtschaft leidet.

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