1. Startseite
  2. Politik
  3. Konjunktur
  4. Teuerungsrate: Inflation sinkt in den Bundesländern

TeuerungsrateInflation sinkt in den Bundesländern

Ökonomen erwarten für Gesamtdeutschland den niedrigste Stand der Inflationsrate seit rund dreieinhalb Jahren. Eine Entwarnung geben die Experten aber nicht. 29.08.2024 - 10:41 Uhr

Nach dem Anstieg im Juli ist die deutsche Inflationsrate im August wegen billigerer Energie voraussichtlich spürbar gefallen. Darauf deuten die am Donnerstag veröffentlichten Daten aus den Bundesländern hin. In Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen fiel die Teuerungsrate deutlich niedriger aus. In Baden-Württemberg und Hessen etwa lag sie nur noch bei 1,5 Prozent und in NRW bei 1,7 Prozent.

Das Statistische Bundesamt will um 14.00 Uhr eine erste Schätzung für ganz Deutschland abgeben. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen rechnen mit einem Rückgang der Inflationsrate auf 2,1 Prozent. Das wäre der niedrigste Stand seit rund dreieinhalb Jahren. Im Juli war sie noch auf 2,3 Prozent gestiegen – von 2,2 Prozent im Juni.

„Die Inflationsdaten aus den Bundesländern sprechen dafür, dass die deutsche Inflation stärker zurückgegangen ist als bislang erwartet“, kommentierte Chefvolkswirt Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank. „Ab jetzt geht es aber leider wieder aufwärts.“ In den kommenden sechs bis zwölf Monaten dürfte sich die Rate wieder in Richtung drei Prozent bewegen.

Keine Entwarnung

„Benzin, Diesel und Heizöl waren im August günstiger als zuvor“, betonten die Ökonomen der Landesbank Hessen-Thüringen. So fiel der Benzinpreis dem ADAC zufolge in den vergangenen Tagen zeitweise auf den niedrigsten Stand des Jahres. Entwarnung in Sachen Inflation geben die meisten Experten allerdings noch nicht. „Hohe Lohnabschlüsse treiben weiterhin die Dienstleistungspreise“, hieß es bei der Helaba. Viele Unternehmen versuchen, gestiegene Personalkosten an ihre Kunden weiterzureichen.

Das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank für den Währungsraum liegt bei zwei Prozent, das mittlerweile in Sichtweite ist. An den Finanzmärkten wird deshalb auf eine nächste Zinssenkung im September spekuliert. Die EZB hatte im Juni die Zinswende nach unten vollzogen, als sie den Zinssatz vom Rekordhoch von 4,50 auf 4,25 Prozent drückte. Ihren weiteren Kurs will sie von der Datenlage abhängig machen.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick