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Trotz Handelskonflikt Deutsche weiter in Kauflaune

Handelskonflikt: Deutsches Konsumverhalten verändert sich kaum Quelle: dpa

Laut Marktforschungsinstitutes GfK trübt Trumps protektionistische Handelspolitik die Konsumfreudigkeit der Deutschen nur wenig, da sie nach wie vor mit höherem Einkommen rechnen.

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US-Präsident Donald Trump schlägt zwar der deutschen Wirtschaft auf den Magen - hat bislang aber die Kauflaune der Bürger nicht wesentlich getrübt. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten neuen Konsumklima des Marktforschungsinstitutes GfK für den Juni hervor.

US-Präsident Donald Trump hat höhere Zölle für Aluminium und Stahl aus der Europäischen Union durchgesetzt. Er droht auch einen hohen Strafzoll auf Autos aus der EU an, was besonders Deutschland treffen würde. Das Münchner Ifo-Institut senkte auch wegen des Handelskonflikts seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr von 2,6 auf 1,8 Prozent. Wegen der schwächeren Dynamik der Weltwirtschaft und der zuletzt höheren Inflation nahm die GfK ihre Prognose für das Wachstum des privaten Konsums in diesem Jahr zurück. Er dürfte nur um 1,5 Prozent zulegen, nachdem bislang von 2,0 Prozent ausgegangen wurde.

Trotz der trüberen Konjunkturaussichten schätzen die Verbraucher ihre Einkommenserwartungen besser ein. Der Optimismus ist mittlerweile so groß wie seit einem knappen Jahr nicht mehr. "Die nach wie vor exzellenten Beschäftigungsaussichten lassen offenbar derzeit negative weltwirtschaftliche Einflüsse in den Hintergrund treten", sagte Bürkl. "Zudem können sowohl die Beschäftigten wie auch die Rentner auf ansehnliche Einkommenszuwächse in diesem Jahr hoffen."

Die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen zog ebenfalls an. "Die Beschäftigung nimmt zu und die Arbeitslosigkeit geht weiter leicht zurück. Bislang ist darüber hinaus auch die Angst vor Jobverlust unter den Beschäftigten gering", erklärte Bürkl. Dies sorge für Planungssicherheit, gerade wenn es um größere Anschaffungen beziehungsweise Ausgaben gehe.

Auch im Juli erwarten die Konsumforscher keinen Rückgang, sie prophezeiten einen unveränderten Wert von 10,7 Punkten.

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