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Rapidshare-Chefin Zwingli „Das waren riskante Praktiken“

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Schlüsseltechnologie Cloud Computing

Rapidshare hat eine iPhone-App herausgebracht Quelle: dapd

Es könnte also sein, dass die Infrastruktur von Rapidshare auch für Spam oder anderen kriminelle Aktivitäten genutzt wird, ohne dass sie etwas dagegen tun können?

Wir tun so viel wir können. Bei den Urheberrechtsverletzungen versuchen wir, das Problem da anzupacken, wo es im Internet zu Tage tritt. Das ist nicht bei Rapidshare sondern auf den Seiten, wo Links zu allen möglichen Diensten veröffentlicht werden – auch zu Rapidshare. Diese Linkseiten durchsuchen wir proaktiv, mit unserem Team und Softwareprogrammen. Wenn man da regelmäßig aufräumt, macht man seinen Dienst für Raubkopierer schnell uninteressant.

Welche Zielgruppen wollen sie alternativ als Kunden gewinnen?

Wir wollen die Nutzer von Diensten wie Dropbox, Menschen die große Dateien verschicken müssen. Das Prinzip des Cloud Computing, wichtige Dateien auf verschiedenen Geräten zur Verfügung zu haben, ist inzwischen eine Schlüsseltechnologie und wir sind da gut positioniert.

Aber Dropbox ist dafür viel populärer, obwohl das Angebot viel später gestartet ist. Hat Rapidshare es verpasst, seinen Service zu Erweitern?

Wir haben uns auf andere Aspekte der Dienstleistung konzentriert. Größere Dateien bei Dropbox herunterzuladen dauert beispielsweise viel länger als bei uns. Dropbox hat sich auf neue Features konzentriert, wir haben dagegen die Technologie im Hintergrund optimiert.

Müssen sie nicht jetzt solche neuen Features anbieten. Und weg vom simplen Prinzip des Filehosting, bei dem man eine Datei hochlädt und nur einen Link bekommt?

Das machen wir, gerade erst haben wir zum Beispiel eine iPhone-App herausgebracht. Seit kurzem gibt es auch eine neue Funktion, bei der Nutzer mit Kontakten gemeinsam auf Ordner zugreifen können. Sie brauchen keine Links mehr zu Versenden, sondern haben gemeinsam online direkten Zugriff auf die Datei.

Liegt der Fokus also jetzt auf solchen Verbesserungen der Speicherdienstleistungen? Rapidshare wollte ja auch einmal einen Entertainmentbereich aufbauen und selber Inhalte anbieten.

Darf ich fragen, wann Sie zuletzt auf unserer Website waren?

In Arbeit
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Gestern erst, ich habe auch gesehen, dass es dort einige Spiele gibt, wenn Sie darauf hinaus wollen.

Genau. Das Angebot ist noch nicht groß, doch der Shop soll in der Zukunft wachsen. Das gehen wir bewusst langsam an. Wobei der Schwerpunkt nicht auf Unterhaltung liegen soll, es gibt da zum Beispiel auch Sicherheits-Software.

Liegt das daran, dass Gespräche mit der Unterhaltungsindustrie nichts gebracht haben?

Wir haben grundsätzlich weiter Interesse daran. Doch die Lizensierung von Filmen ist nicht einfach, so dass es ein langer Weg ist, bis wir da mal auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

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