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Smartphone-Hacks Wie man den Feind in der Tasche bekämpft

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Nomen est Omen

Die so hergestellte „Unsichtbarkeit“ für fremde Geräte erschwert es deutlich, das eigene Mobilgerät zu orten, zu identifizieren oder anzugreifen. Übrigens: dem begreiflichen Wunsch, das eigene Gerät mit einem interessanten Namen („Mausis iPhone“) zu versehen, sollte man ebenso wenig nachgeben wie den ab Werk voreingestellten Namen zu behalten. Beides ist oft „sprechend“ und kann Angreifern unnötige technische oder soziale Aufschlüsse geben.

Schritt 4: Aus der Wolkenschicht zur Sonne

Ein oft nicht beachtetes Phänomen ist der Drang vieler Apps, möglichst viele Nutzerdaten in der Cloud zu speichern. Hersteller, Mobilfunkprovider, Betriebssystemanbieter und viele andere offerieren jede Menge freien Speicherplatz, gepaart mit dem notorischen Bemühen, eine für den Nutzer bequeme automatische Synchronisierung durchzuführen. Sogar Kategorien wie Bilder, Musik und Klingeltöne werden vorausgewählt. Auch diesem sinnfreien Treiben gilt es Einhalt zu gebieten, denn nicht jeder möchte private Daten bei einer Vielzahl von Fremdservern „abgeben“.

Die Abhörsicherheit deutscher Mobilfunkanbieter

Die ersten Anzeichen zeigen sich schon bei der Erstinstallation, also bei Inbetriebnahme des Geräts. Ein forsches „Nein“, „Skip“ oder „Cancel“, gepaart mit dem Klick auf „diese Meldung nicht mehr anzeigen“ reicht aus, um Schlimmeres zu verhüten. Auch nachträglich lässt sich die Übertragung und Synchronisation in der jeweiligen Anwendung abstellen. Aufklärung verschafft hier unter anderem die Betriebssystemfunktion „Datennutzung“, die für alle Anwendungen die im Vordergrund und Hintergrund übertragenen Datenmengen zeigt. Selten genutzte Applikationen mit auffallend großem Transfervolumen sind Kandidaten für eine genauere Überprüfung und nachfolgende Einhegung.

Ähnliche Vorsicht ergibt sich, wenn das Wort „share“ in irgendeinem Zusammenhang erscheint. Auch hier ist die Grundlage die bedingt nachvollziehbare Logik der Hersteller, alle Nutzer zu einer „community“ zu vereinigen, in der alle Daten frei geteilt werden. Wem das nicht gefällt, der muss auch hier Hand anlegen und allfällige „Share“-Aufforderungen ablehnen.

Zehn Tipps: Wie Sie ihr Smartphone schützen

Nutzer, die auf externen Speicherplatz und Verfügbarkeit wichtiger Daten über mehrere Geräte hinweg Wert legen, haben mehrere Optionen. Für weitgehend öffentliche und unkritische Daten ohne urheberrechtlichen Wert haben sowohl Apple und Google als auch Microsoft die entsprechend bequemen Werkzeuge im Angebot. Sensible Daten sollte man hingegen nur mit fortgeschrittenen Lösungen wie Spider Oak spiegeln – die Login- und Passwortdaten sollte man tunlichst erinnern, denn sonst sind die Daten wirklich weg.

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