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MedizintechnikInvestor Elliott meldet Leerverkaufsposition bei FMC

Elliott sichert seine Positionen beim Dax-Konzern Fresenius mit einer Short-Wette auf die Dialysetochter FMC ab. Das untermauert die Annahme, dass der Investor eine komplette Abspaltung unterstützt. 22.11.2022 - 19:00 Uhr

Der Dax-Konzern hat seit Oktober den Investor Elliott an Bord. Der macht nun eine Leerverkaufsposition bei der Tochter FMC per Pflichtmitteilung öffentlich.

Foto: dpa

Die Elliott Investment Management hat am Dienstag eine Short-Position am Dialysespezialisten Fresenius Medical Care AG offengelegt. Das ist das erste deutliche Anzeichen dafür, dass der von Paul Singer gegründete aktivistische Fonds Vorteile in einer Aufspaltung der Muttergesellschaft Fresenius SE sieht.

Elliotts Leerverkaufsposition entspricht 0,64 Prozent der Aktien an der Bad Homburger FMC, wie aus der Mitteilung von Elliott hervorgeht. Die Position entspricht einer Wette auf fallende Kurse bei der FMC und liegt über der Meldeschwelle für sogenannte Short-Investments in Höhe von 0,5 Prozent.

Eine mit mit dem Vorgang vertraute Person sagte dem Handelsblatt, das Short Investment in FMC sei Teil der Hedging-Strategie Elliotts bei Fresenius – also Teil des wirtschaftlichen Risikomanagements des Investors. Sowohl Mutterkonzern als auch Tochter sind Mitglieder des deutschen Leitindex Dax.

Das Handelsblatt hatte im Oktober berichtet, dass Elliott eine signifikante Position in Fresenius aufgebaut hat. Die Höhe der Beteiligung, die unter der Meldeschwelle von drei Prozent lag, blieb zunächst unklar. Der Investor strebt offenbar auf eine des weitverzweigten Gesundheitskonzerns drängen könnte. Eine Möglichkeit dafür wäre die Entkonsolidierung von Fresenius Medical Care.

Derzeit gehört Fresenius rund 32 Prozent der FMC, kann dessen Finanzergebnisse aber aufgrund der Struktur der Unternehmen als Kommanditgesellschaft auf Aktien voll konsolidieren. Analysten hatten wiederholt moniert, dass diese Verflechtung Fresenius wie einen Mühlstein nach unten ziehe.

Fresenius’ neuer Vorstandschef Michael Sen sagte Ende Oktober, dass er das Unternehmen gründlich durchforsten wolle. Neben dem Anteil an FMC betreibt Fresenius ein Geschäft mit Infusionslösungen, die Krankenhauskette Helios sowie Vamed, ein Servicedienstleister für den Bau und Betrieb von Kliniken.

Die Fresenius-Aktie ist in den vergangen zwölf Monaten um 30 Prozent gefallen, das Unternehmen kommt noch auf eine Marktkapitalisierung von 12 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum fielen FMC um 47 Prozent und wird aktuell mit 8,6 Milliarden Euro bewertet.

bbg
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