Beschallung der Oberklasse: Was taugen die Luxus-Kopfhörer wirklich?
Spitzenklasse: Stax SR-009
Die elektrostatischen Modelle des japanischen Hersteller Stax gelten seit vielen Jahren als die besten Kopfhörer der Welt. Inzwischen ist die Konkurrenz stärker geworden, doch das Stax-Flaggschiff SR-009 hat vorerst den Spitzenplatz sicher. Er ist der Kopfhörer von dem Highend-Fans träumen.
Die Besonderheit: Anders als Magnetostaten arbeiten Elektrostaten nicht mit einem permanenten Magneten. Sie benötigen deshalb einen eigenen Verstärker, um die hohe Spannung für die schallerzeugende Folie zu erzeugen. Beim Stax kann der Käufer zwischen einem Verstärker mit Röhrentechnik und einem mit Transistor-Technik wählen.
Preis: circa 8000 Euro (inkl. Verstärker)
Foto: PresseDer elektrostatische Stax SRS-4170 ist nicht so teuer wie das Flaggschiff SR-009. Mit 2400 Euro inklusive Kopfhörerverstärker ist der Hörer aber noch erschwinglich. Optisch ist der Stax schon längst eine Ikone der Highend-Szene. In Sachen Feinzeichnung, Luftigkeit und Natürlichkeit des Klangs dürfte der SRS-4170 über jeden Zweifel erhaben sein.
Preis: circa 2400 Euro
Foto: PressePreiswerter, halboffener Hörer, der aber in puncto Natürlichkeit und Feinzeichnung mit sehr viel teureren Modellen mithalten kann. Der Eingangswiderstand beträgt 62 Ohm, somit ist der Q701 eher für den Einsatz an der Stereoanlage gedacht. Das 3 Meter lange Anschlusskabel wäre unterwegs ohnehin unhandlich.
Preis: 270 Euro
Foto: PressePioneer knüpft seit einigen Jahren an seine alten Glanzzeiten an und bringt wieder klassisch anmutende Hi-Fi-Geräte auf den Markt. Mit dem neuen SE-Master 1 wollen die Japaner ganz oben im Highend-Segment mitspielen.
Die Aluminium-Membran ist keramikbeschichtet und soll so besonders präzise und hochauflösend reagieren. Das Kabel lässt sich gegen eines mit XLR-Steckern tauschen. Das XLR-Kabel kostet 329 Euro und könnte noch ein Quäntchen mehr Feinzeichnung bringen.
Preis: 2500 Euro
Foto: PresseGeschlossener Magnetostat mit extrem dünner Membran. Die extragroße Membranfläche soll eine verbesserte räumliche Darstellung bringen. Durch die niedrige Impedanz von 20 Ohm spielt er auch an Mobilgeräten ausreichend laut. Da der LCD-X geschlossen ist, dringt die Musik nicht nach draußen.
Preis: 2149 Euro
Foto: PresseDer LCD-3 gehört eindeutig in die Spitzenklasse. Der magnetostatische Kopfhörer arbeitet mit einer extrem dünnen Folienmembran, die von einem starken Neodym-Magneten angetrieben wird. Der Hörer ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich, darunter mit Ohrpolstern aus Leder oder aus Alcantara. Ein Traumhörer für Liebhaber des satten und doch feinzeichnenden Klangs.
Preis: 2398,99 Euro
Foto: PresseAstell&Kern AK T8iE
Der AK T8iE ist eine Gemeinschaftsproduktion von Astell&Kern und dem Heilbronner Kopfhörerspezialisten Beyerdynamic. Letzterer hat seine Tesla-Technik eingebracht. Der exklusive In-Ear-Hörer ist für den Betrieb mit highendigen Mobilplayern gedacht. Für datenkomprimierte Streaming-Musik aus dem Web, die unterwegs übers Smartphone kommt, ist er zu schade. Die steckbaren Kabel sind mit Kevlar verstärkt und halten laut Hersteller bis zu 40.000 "Biegezyklen" aus.
Neben fünf Paar Silikon-Ohrstöpseln in unterschiedlicher Größe liegen auch Stöpsel aus "Comply Foam" bei, eine Art Hightech-Schaumstoff mit Memory-Effekt. Ein schmuckes Ledertäschchen ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten.
Preis: 990 Euro
Foto: PresseDas Flaggschiff von Beyerdynamic Hörern ist mit der Tesla-Technik ausgestattet. Diese bringt einen besonders hochauflösenden und gleichzeitig dynamischen und verfärbungsfreien Klang. Der T1 ist seit 2009 auf dem Markt, seit Sommer 2015 gibt es die neue Version. Er soll noch wärmer, abgerundeter und "musikalischer" klingen. Der erste T1 neigte zu einem tendenziell etwas harten Klangbild.
Das Anschlusskabel ist abnehmbar und lässt sich gegen eines mit 4-poligem XLR-Stecker austauschen. Die Ohrpolster aus Velours dürften an warmen Sommertagen bequemer als Polster mit Lederummantelung. Typisch für einen anspruchsvollen Kopfhörer für zu Hause ist der hohe Eingangswiderstand von 600 Ohm. Deshalb kann er seine volle Klangqualität auch nur mit einem hochwertigen Kopfhörerverstärker entfalten.
Preis: 990 Euro
Foto: PresseOhrumschließender, geschlossener Mobilkopfhörer mit Tesla-Technik und 32 Ohm Eingangswiderstand. Spielt also auch an Mobilplayern und Smartphones ausreichend laut.
Reichliche Ausstattung mit Verlängerungskabel, Adapter auf 6,35 mm-Buchse und Flugzeugadapter und Transporttasche. Der Hersteller gibt fünf Jahre Garantie.
Preis: 949 Euro
Foto: PresseAstell&Kern Beyerdynamic AK T1p
Gemeinschaftsproduktion des südkoreanischen Highend-Spezialisten Astell&Kern und Beyerdynamic. Kombiniert den mächtigen Sound des großen T1 mit einem niedrigen Eingangswiderstand von 32 Ohm und passt somit zu hochwertigen Mobilplayern. Wird laut Hersteller in Heilbronn gefertigt.
Preis: 1100 Euro
Foto: PresseExklusiver In-Ear-Mobilhörer vom deutschen Audiospezialisten mit einem winzigen Breitband-Schallwandler und kratzfreiem Keramikgehäuse. Fünf Paar Ohradapter unterschiedlicher Größe und ein Lederetui liegen bei.
Preis: 699 Euro
Foto: PresseDas Kopfhörer-Flaggschiff von Sennheiser hat einen festen Platz in der Highend-Klasse. Sehr neutraler, hochauflösender Klang. Ein exzellenter Alleskönner für alle Musikrichtungen. Benötigt allerdings hochwertiges Musikmaterial und einen Kopfhörerverstärker, um seine Qualitäten entfalten zu können.
Preis: 1299 Euro
Foto: PresseDer K3003 ist laut AKG der "beste In-Ear-Kopfhörer, den es je gab". Auch bei der Preisgestaltung ist die Marke aus dem Harman-Konzern nicht schüchtern und verlangt satte 1.000 Euro für den 10 Gramm leichten Hörer (ohne Kabel).
Die Technik des 3-Wege-Hörers ist in einem Edelstahlgehäuse untergebracht. Der Klang lässt sich durch drei aufschraubbare Klangfilter anpassen. Ein Reiseetui, sowie diverse Ohrpassstücke aus Silikon und Adapter liegen bei.
Preis: 1000 Euro
Foto: PresseWuchtiger Kopfhörer der absoluten Spitzenklasse. Sieben Jahre haben die Entwickler von Hifiman angeblich an ihrem Prunkstück gearbeitet. Wie alle Hörer dieses Herstellers ist auch der HE1000 ein Magnetostat. Dabei ist eine mit elektrischen Leiterbahnen bedruckte Folie zwischen zwei Magnete gespannt. Da die Folie extrem dünn ist, reagiert sie auch extrem schnell auf Impulse und gibt winzige Details wieder. Ideale Voraussetzungen für anspruchsvollen Klang.
Drei Kabel mit unterschiedlichen Anschlüssen sind im Lieferumfang enthalten. Zum Schnäppchen wird Hifiman dadurch aber nicht, er kostet 3499 Euro.
Preis: 3499 Euro
Foto: PresseBei der Entwicklung des N90Q hat der Komponist und Produzent Quincy Jones mitgewirkt. Dabei entstand der "erste Kopfhörer mit personalisiertem Sound". Laut Hersteller passt der Hörer den Klang automatisch an die Anatomie der Ohren des Hörers an. In jeder Ohrmuschel des Hörers sitzt ein Mikrofon, das die Frequenzantwort, also die Schallreflexion, im Ohr misst. Ähnlich wie in einem Raum ist diese von der Anatomie des Ohrs abhängig. Anhand der Frequenzantwort kalibriert ein elektronischer Filter den Klang. So werden die Besonderheiten der Anatomie des Ohrs gewissermaßen neutralisiert. Auf diese Weise soll ein völlig unverfärbter Klang entstehen.
Daneben ist auch Noise-Cancelling-Technik an Bord, der AKG ist also auch ein nützlicher Begleiter auf Flugreisen oder in der Bahn. Außerdem kann der Nutzer den räumlichen Eindruck in drei Stufen anpassen (Standard, 2.1 Studio und 5.1 Surround Sound)sowie Lautstärke, Bässe und Höhen. Alle Einstellung werden durch Drehregler und Tasten an der Ohrmuschel vorgenommen. Eine Menge Klangspielereien also, die den AKG fast zu einer Art tragbaren Equalizer am Ohr machen.
Preis: 1499 Euro
Foto: PresseRobust verarbeiteter Studiokopfhörer mit Tesla-Magnettechnik. Der K812 ist auf möglichst exakte Wiedergabe optimiert und daher ideal für Audioprofis, die im Studio Aufnahmen mixen oder beim Mastering den letzten Feinschliff geben.
Preis: 1548 (Straßenpreis)
Foto: PresseDer Nachfolger des legendären Orpheus aus den 90er Jahren und erst ab 2016 erhältlich. Der neue Orpheus ist kein Gerät für den Massenmarkt, sondern ein Prestige-Projekt. Aber eines, das man kaufen kann – sofern man 50.000 Euro (in Worten: fünfzigtausend Euro) übrig hat. Das Hörer wird mit einem eigenen Kopfhörerverstärker ausgeliefert.
Auch der neue Orpheus soll wieder der beste Kopfhörer der Welt sein. Angesichts des Preises wird es niemand wagen, das zu bezweifeln. Auf Qualitäten wie höchste Auflösung, natürlichen Klang oder präzise Räumlichkeit hinzuweisen, erübrigt sich von daher. Solche Tugenden werden hier vorausgesetzt. Der Orpheus ist der erste elektrostatische Kopfhörer mit in die Ohrmuschel integrierten Verstärkern. Diese sollen den kapazitiven Widerstand des Kabels aufheben. Spannend ist auch das technische Konzept des Verstärkers. Die Entwickler haben versucht, die Vorteile eines Röhrenverstärkers (warmer, natürlicher Klang) mit denen eines Transistorverstärkers (brillant, schnell, präzise) zu kombinieren. Beim Kopfhörer selbst verwendet Sennheiser Materialien wie goldbedampfte Keramik-Elektroden und platinbedampfte Membranen.
Für das Verstärkergehäuse verwendet Sennheiser Carrara-Marmor, "die gleiche Marmorart, aus der Michelangelo einst seine Skulpturen schuf", wie es in der Mitteilung heißt.
Schon das Einschalten ist ein Ritual. Dabei fahren die Bedienelemente aus dem Gehäuse und mit Quarzglas ummantelte Vakuumröhren gleiten nach oben. Dann öffnet sich ein Glasdeckel und gibt den Kopfhörer frei.
Preis: 50.000 Euro
Foto: PresseDer Audio- und Tonstudiospezialist Shure hat auch bei Mobilhörern einiges zu bieten. Das gerade vorgestellte "elektrostatische Ohrhörer-System" KSE1500 arbeitet mit einer nahezu masselosen Membran in einem elektrostatischen Hochspannungsfeld.
Der Hörer wird an den mitgelieferten Kopfhörerverstärker angeschlossen, der wiederum via USB an ein Mobilgerät angeschlossen werden kann. Die Musik sollte allerdings nicht als MP3, sondern besser in hochauflösenden Formaten vorhanden sein, genau dafür wurde der exklusive Shure gemacht.
Preis: 2999 Euro
Foto: PresseMrSpeakers aus San Diego zählt ebenfalls zu den Newcomern auf dem Kopfhörermarkt. Der Ether ist ein offener Magnetostat und zeichnet sich neben mutmaßlich exzellenter Klangqualität auch durch Ohrpolster aus Lammleder und präzise Verarbeitung aus. Den Ether gibt es auch in einer geschlossenen Version, bei der keine Musik nach außen dringt.
Preis: 1995 Euro
Foto: PresseDer In-Ear-Kopfhörer T20 arbeitet mit einer zusätzlichen Schwingspule (Dual Coil), die laut Hersteller bessere Auflösung, Detailtreue und Klarheit bringt.
Das Gehäuse ist aus Spritzguss-Edelstahl. Eine große Auswahl unterschiedlicher Ohrpassstücke liegt bei. Der Hörer ist für High-Res Audio zertifiziert, spielt also am schönsten mit hochauflösender Musik. Der Klang lässt sich durch austauschbare Tuning-Filter anpassen. Die Kabel gehen in einen formbaren Bügel über, der hinter dem Ohr sitzt. RHA ist ein britischer Hersteller, der sich auf hochwertige Mobilhörer spezialisiert hat.
Preis: circa 230 Euro (Straßenpreis)
Foto: PresseDer Edition M ist eine Mischung aus audiophiler Technik, cleverer Bedienung für die Generation Smartphone und konservativ edler Verarbeitung. Ein Mobilhörer in On-Ear-Bauweise für Smartphone, Tablet oder MP3-Player. Ultrasone S-Logic-Technik soll für besonders räumlichen Klang sorgen. Mit einer Impedanz von 40 Ohm spielt er auch an Mobilgeräten schön laut. Das abnehmbare Kabel ist mit Fernbedienung und Mikrofon ausgerüstet, so fungiert der Ultrasone auch als Headset fürs Smartphone. Mit einer Smartphone-App lässt sich die Fernbedienung im Kabel mit anderen Funktionen belegen. Daneben hat Ultrasone auf gute Verarbeitung und edle Materialien Wert gelegt.
Die Ohrkapseln sind mit dem besonders kratzfesten Edelmetall Ruthenium beschichtet und die Ohrpolster sind aus dem Leder des Äthiopischen Langhaarschafes. Für den Klang sollte dies eher unerheblich sein.
Preis: 899 Euro
Foto: PresseMittelklasse-Hörer: Audio-Technica ATH-A900XLTD
Die limitierte Edition des ATH-A900X bietet Designverbesserungen. Die Schalen des geschlossenen Kopfhörers sind aus Aluminium. Audio-Technica preist besonders die "exzellente Bassreproduktion" und die Wiedergabe von Stimmen. Das Kabel ist 3 Meter lang und nicht austauschbar. Also ein echter Hörer für die heimische Stereoanlage und nicht für den MP3-Player.
Preis: 535 Euro
Foto: PresseDer Porta Pro gehört seit vielen Jahren zu den Lieblingen der mobilen Hi-Fi-Szene. Kein Highend-Künstler, aber ein bequemer, zusammenklappbarer Mobilhörer, der mit ausgezeichneter Klangqualität glänzt. Und dies zu einem sehr günstigen Preis. Wer sich über das etwas skurrile Design wundert, möge bedenken, dass es den Koss seit 1984 gibt. In der Version Porta Pro KTC für 110 Euro dient der Koss auch als Headset am Smartphone.
Preis: circa 40 Euro (Straßenpreis)
Foto: PresseDer N60NC ist ein zusammenklappbarer On-Ear-Hörer für unterwegs. Durch die Noise-Cancelling-Technik eignet er sich auch für die Reise in Bahn oder Flugzeug. Aufgeladen wird der Hörer via USB-Anschluss am PC oder Notebook.
Preis: 249 Euro
Foto: PresseOhrumschließender Hörer mit audiophilen Ambitionen für den Betrieb mit Smartphones oder MP3-Playern. Ins Kabel ist ein Mikrofon integriert. Der Bass ist durch einen Drehmechanismus an der Ohrmuschel regelbar. Auch die Lautstärke lässt sich einstellen. Der HD 630 VB ist zusammenklappbar.
Preis: 499 Euro
Foto: PresseDer neue 400s ist wie der große Bruder HE1000 ein Magnetostat, also auf hochauflösenden Klang getrimmt. Durch die niedrige Impedanz von 22 Ohm und einen hohen Kennschalldruckpegel spielt er auch an Mobilgeräten schön laut. Das Kabel ist nur 1,5 m lang und stört deshalb unterwegs nicht sehr. Der kleine 3,5 mm-Klinkenstecker passt mit dem mitgelieferten Adapter auch an 6,35 mm-Buchsen der heimischen Stereoanlage. Dafür gibt es gegen Aufpreis auch längere Kabel.
Preis: 400 Euro (Straßenpreis)
Foto: PresseKopfhörerverstärker: Lehmann Audio Rhinelander
Audiophiler Kopfhörerverstärker der Einsteigerklasse. Bringt bereits bei Mittelklasse-Hörern eine verblüffende Klangverbesserung.
Preis: circa 360 Euro (Straßenpreis)
Foto: PresseExklusiver Kopfhörerverstärker, der sich auch als D/A-Wandler einsetzen lässt. Die Impedanz ist in drei Stufen an unterschiedliche Kopfhörer-Modelle anpassbar. Unterstützt hochauflösende Musikformate mit bis zu 24 Bit und 192 kHz. Das feine Stück ist in Schwarz oder Silber Gold erhältlich.
Preis: 799 Euro (Straßenpreis)
Foto: PresseKompakter Kopfhörerverstärker für unterwegs. Der E12 wird an Smartphone oder MP3-Player angeschlossen und gibt die Signale an den Kopfhörer weiter. Schließt man den E12 über ein (optionales) Kabel an den Digitalausgang beispielsweise eines iPhone oder iPod Classic an, dann bekommt man eine vollwertige Stereoanlage. Denn über den Digitalausgang klingt die Musik nun mal besser als über den Kopfhörerausgang des iPod. Ein weiterer Vorteil: Der Verstärker treibt auch Kopfhörer mit höherer Impedanz bis zu 300 Ohm an, bei denen dem Smartphone oder MP3-Player die Puste ausgehen würde.
Preis: 149 Euro (Straßenpreis)
Foto: PresseClass-A-Kopfhörerverstärker für Highend-Kopfhörer. Erlaubt den Anschluss von drei Zuspielgeräten über Cinch-Stecker. Man könnte also einen CD-Player, einen Tuner und einen Netzwerk-Player anstecken.
Preis: 995 Euro
Foto: PresseKompakter Kopfhörerverstärker für den mobilen Einsatz. Lautstärkeregler mit 64 Stufen. Bassboost-Funktion zuschaltbar. In Rot oder Schwarz erhältlich.
Preis: 189 Euro (Straßenpreis)
Foto: PresseTragbarer Kopfhörerverstärker mit D/A-Wandler. Über den USB-Eingang lassen sich Apples iPhone, iPod oder iPad beziehungsweise Smartphones mit Android anschließen. Da hier das originale digitale Signal in den Kopfhörerverstärker wandert, ist besonders hohe Klangqualität zu erwarten. Den Kopfhörer wird an den 3,5-Millimeter-Klinkenausgang eingestöpselt.
Preis: 300 Euro (Straßenpreis)
Foto: PresseExklusiver Kopfhörerverstärker, der Highend-Hörer wie den HD 800 zu audiophilen Höchstleistungen treibt. Das hochwertiges Lautstärke-Potentiometer von ALPS soll für absolute Kanalgleichheit sorgen. Durch den verstellbaren Verstärkungsfaktor ist das Gerät auch für niedrigohmige Kopfhörer geeignet.
Preis: 1499 Euro
Foto: PresseDer Klang von Kopfhörern hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Der Trend zum Premium-Sound hat sich zuerst bei Mittelklasse-Modellen für die heimische Stereoanlage bemerkbar gemacht. Schon für drei- oder vierhundert Euro gibt es Modelle, die mit Hightech-Membranen und hochwertigen Wandlern audiophile Klangbilder zeichnen. Zuletzt hat diese Entwicklung auch Mobilhörer erfasst.
Deren beste Modelle stellen in Kombination mit einem guten Musikplayer so manche dicke Stereoanlage in den Schatten. Ab etwa 500 Euro aufwärts beginnt bei den Mobilhörern die Highend-Klasse. Bei den großen Hörern muss man schon 1.000 Euro und mehr hinblättern, wenn der Hörer allerhöchste Klangqualität liefern soll.
Wiwo.de wollte wissen, ob die teuren Kopfhörer ihr Geld wirklich wert sind und hat drei Modelle getestet. Darunter zwei In-Ear-Hörer von AKG und Sennheiser und das große Kopfhörer-Flaggschiff von Sennheiser. Zum Vergleich wurde auch ein relativ preiswerter Mobilhörer mit Geräuschunterdrückung einem Praxistest unterzogen.
Wie jeder Hörtest haben auch die nachfolgenden Testberichte eine subjektive Komponente. Klangqualität kann man eben nicht wirklich messen. Wir haben uns gerade deshalb um nachvollziehbare und plausible Urteile bemüht.
Als Zuspieler haben wir den britischen Highend-CD-Player Naim CD 5x verwendet. Die Musik wurde vom Naim über ein Cinch-Kabel von Sunwire an den Kopfhörerverstärker PS Audio GCHA geschickt. Beim Musikhören haben wir eine Auswahl neuerer Aufnahmen aus den Bereichen Klassik, Pop, Oper und Jazz verwendet. Die Mobilhörer wurden ganz praxisnah mit einem iPod Classic und MP3-Musik der höchsten Qualitätsstufe (320 KBit/s) getestet.
AKG K3003
Foto: PRZum Preis von 1000 Euro soll der K3003 von AKG das technisch Machbare im Mobilbereich markieren. Dafür haben die Entwickler eine Menge Hightech im winzigen Gehäuse untergebracht. Herzstück des Hörers ist ein Drei-Wege-System. Anders als Sennheiser mit seinem Breitbandwandler beim IE 800 setzt AKG auf eigene Wandler für jeden Frequenzbereich.
Die Verarbeitung ist erstklassig, das Gehäuse aus gebürstetem Edelstahl, das textilummantelte, sehr flexible Kabel und die weichen Silikon-Stöpsel verstärken den hochwertigen Eindruck.
Sennheiser IE800
Foto: PR
Leider verzichtet AKG auf eine deutliche Links-Rechts-Markierung auf den Hörern. So muss man immer sehr genau hinsehen, ehe man weiß, welche Stöpsel in welches Ohr gehört. Ein Reiseetui, sowie diverse Ohrpassstücke aus Silikon ein Flugadapter gehören zum Lieferumfang.
Durch aufschraubbare Filter lässt sich der Sound in Richtung Bass oder in Richtung Höhen trimmen ("High Boost", "Reference Sound", "Bass Boost"). Besonders beeindruckend klingt der Hörer mit dem Filter "Bass Boost".
Klang: Satt, präzise, feinzeichnend
Wie nicht anders zu erwarten, macht der AKG im Hörtest eine exzellente Figur. Er liefert einen sehr homogenen Klang mit mächtigen Bässen, geschmeidigen Mitten und feinen Höhen. Auch Durchsichtigkeit, Räumlichkeit und Feinzeichnung sind für einen Mobilhörer einzigartig. Bei Tschaikowskys Violinkonzert (Baiba Skride, City of Birmingham Symphony Orchestra, Andris Nelsons) etwa platziert er jede Instrumentengruppe des Orchesters exakt im Raum.
Das Klangbild ist letztlich nicht ganz so weiträumig wie das eines stationären Hörers der selben Preisklasse, für einen Mobilhörer aber einsame Spitze.
Die Soundqualität ist auch in Kombination mit einem normalen MP3-Player wie dem iPod Classic sofort hörbar. Wer das Potenzial des AKG ausreizen will, sollte einen Kopfhörerverstärker an den iPod anschließen und das Audiosignal direkt vom Digitalausgang des Abspielgerätes abnehmen und nicht etwa vom Kopfhörerausgang.
Idealer Spielgefährte für den K3003 ist ein guter Musikplayer, der auch hochauflösende Musikdateien (Hi Res) oder Musik in CD-Qualität wiedergibt.
Fazit: Sensationeller Klang und beste Verarbeitung lassen den hohen Preis (fast) vergessen.
Preis: 1.000 Euro
Sennheiser HD800
Foto: PRDer IE 800 ist derzeit Sennheisers bester In-Ear-Hörer. Schon beim Auspacken zeigt sich der hohe Anspruch. Die elegant gestylten Gehäuse sind aus Keramik. Das ist nicht nur kratzfest, sondern soll auch störende Resonanzen unterbinden.
Von den Ohrhörern führt jeweils ein kurzes Kabel zu einem gemeinsamen Ministecker, der mit dem eigentlichen Anschlusskabel verbunden wird. Leider verzichtet Sennheiser auf eine deutliche Links-Rechts-Kennzeichnung der Hörer. Man muss schon genau hingucken, um auf dem schwarzen Kunststoff des Kabeleingangs am Hörer ein geprägtes "L" beziehungsweise "R" zu entdecken. Neben dem Lederetui liegen auch fünf Paar Silikon-Ohrstöpsel unterschiedlicher Größe bei.
AKG N60NC
Foto: WirtschaftsWocheKlang: Ausgeglichen, transparent, homogen
Die nur acht Gramm schweren Hörer (ohne Kabel) arbeiten jeweils mit einem Breitband-Schallwandler. Klanglich ist der IE 800 ohne Fehl und Tadel. Gemessen an einem Standardmobilhörer unter 100 Euro reicht der Bass geradezu furchterregend tief hinab, was schon mal ein voluminöses Klangbild erzeugt. Auch Durchsichtigkeit und Auflösung sind sehr gut. Es entsteht ein sehr ausgeglichenes und homogenes Klangbild.
Beim Stück "Sittin´ Here" von St Germain dringt die dunkle Stimme des Sängers Nahawa Doumbia körperhaft und direkt ans Ohr. Der Sennheiser lässt aber gleichzeitig Gitarre und Percussion locker und federnd grooven.
Der IE 800 erreicht nicht ganz die Qualität eines sehr guten stationären Hörers, der beispielsweise bei der Räumlichkeit deutlich überlegen ist. Für unterwegs bietet er ein hervorragendes Klangerlebnis. Dabei sollte man allerdings nicht an den Kabeln herumfummeln, das macht sich sofort akustisch bemerkbar. Für den lästigen Körperschall hat Sennheiser wohl noch keine konstruktive Lösung gefunden.
Fazit: Hoher Preis, aber gute Verarbeitung und Top-Klang.
Preis: 699 Euro
Der HD 800 ist einer der besten Kopfhörern, die jemals in Deutschland entwickelt wurden. Das Familienunternehmen Sennheiser legt damit so etwas wie seine Visitenkarte vor. Das beginnt schon bei Design und Verarbeitung. Der HD 800 ist trotz seiner Größe ziemlich leicht und er sitzt vor allem bequem. Die Hörmuscheln sind so groß, dass auch größere Ohren sich nicht eingezwängt fühlen. Unwillkürliche Kopfbewegungen beim Hören verursachen kein Knarzen.
Die Ohrpolster sind aus hautsympathischem Microfaser-Gewebe, was vor allem an heißen Sommerabenden angenehm ist. Hörer mit Lederpolster kleben dann gerne mal am Ohr.
Klang: Echter Highend-Sound
Schon nach wenigen Minuten macht der HD 800 unmissverständlich klar, warum er ein echter Highender ist. Das Klangbild ist ungeheuer transparent und feinzeichnend. Bei guten Aufnahmen von Kammermusik beispielsweise ist jede Nuance bei Instrumenten unterscheidbar. Spezialisten könnten bei den Violinen wahrscheinlich die Stradivari von der Guarneri unterscheiden. Hört man Orchesteraufnahmen mit geschlossenen Augen, meint man die einzelnen Instrumentengruppen vor sich sitzen zu sehen. Von daher fällt der Sennheiser tendenziell in die Kategorie der eher analytisch-nüchternen Hörer, der durch "ehrlichen", unspektakulären Klang überzeugt. Man könnte den HD 800 deshalb auch zur Abmischung von Musikaufnahmen im Studio oder am PC benutzen. Der Sennheiser behält wie ein Toningenieur souverän den Überblick, lässt nichts weg und fügt nichts hinzu.
Trotzdem bleibt das Klangbild insgesamt noch homogen und überschreitet nie die Schwelle zum übertrieben Analytischen, was Musikgenießer auch mal nerven kann. Auch der musikalische Wohlfühlfaktor ist durchaus vorhanden. Die Höhen sind ausreichend seidig, die Mitten geschmeidig und der Bass reicht schön tief hinab, bleibt dabei aber trocken und konturiert.
Durch die schnell ansprechende und direkte Wiedergabe beherrscht der Sennheiser aber auch weniger feingeistige Musik. AC/DCs "Black Ice" kommt knackig und druckvoll aus dem Hörer.
Der Sennheiser HD 800 macht also nichts falsch und alles richtig, er ist ein souveräner Alleskönner. Sehr verwöhnte Hörer könnte vielleicht genau das stören. Er ist als Allrounder vielleicht einen Tick zu sachlich und zu diszipliniert. Eine Spur mehr Fülle im Bass oder etwas mehr Glanz bei Mitten und Höhen würde Musikliebhabern vielleicht noch besser gefallen. Doch das ist Meckern auf sehr hohem Niveau.
Um das Klangpotenzial des Hörers auszuschöpfen, führt kein Weg an der Anschaffung eines guten Kopfhörerverstärkers vorbei. Sennheiser empfiehlt logischerweise die hauseigenen Modelle HDVD 800 oder HDVA 600.
Wer noch weiter gehen will, tauscht das drei Meter lange, stoffummantelte Kabel mit Klinkenstecker (6,35 mm) gegen das Highendkabel CH 800 S aus. Dessen symmetrischer Aufbau soll im Verbund mit Sennheisers Kopfhörerverstärker eine bessere Klangqualität bringen. Das Kabel kostet satte 299 Euro, für den HDVD 8000 verlangt Sennheiser knapp 2.000 Euro. Rechnet man noch einen standesgemäßen CD- oder Netzwerkplayer hinzu, sind die 5.000 Euro für die highendige Kopfhöreranlage schnell erreicht beziehungsweise überschritten. Wer ausreichend Kleingeld in der Tasche hat und Spitzen-Klang erleben will, wird mit dem Sennheiser-Equipment aber viel Freude haben.
Fazit: Sennheiser HD 800 ist ein Alleskönner, der echte Highend-Sphären erreicht und mit einem feinzeichnenden, präzisen, tendenziell analytischen und gleichzeitig druckvollen Klangbild begeistert.
Preis: 1.299 Euro
Beim Musikhören im Flugzeug oder Zug ist oftmals weniger die schlechte Klangqualität des Hörers das Problem, sondern das dröhnende Geräusch des Antriebs. Deshalb stehen seit einigen Jahren Hörer mit elektronischer Geräuschunterdrückung (NC, Noise Cancelling) hoch im Kurs. Wie beispielsweise AKGs N60NC. Der zusammenklappbare On-Ear-Hörer verspricht zudem eine feine Klangqualität. Aufgeladen wird der Hörer mit den schwarzen Lederpolstern praktischerweise über den USB-Anschluss am PC oder Notebook.
Im Praxistest bügelt der AKG das gleichmäßige Rauschen und Brummen der Straßenbahn effektiv weg. Man könnte den Hörer also auch ohne Musik benutzen, wenn man im Flugzeug den enervierenden Dauerlärm der Turbinen ausblenden will. Eine unruhige Geräuschkulisse mit ständig wechselnder Tonhöhe wie etwa das Gequassel der Sitznachbarn dringt aber nach wie vor durch.
Klang: Gehobenes Niveau
In Sachen Klangqualität bietet der AKG eine gute Leistung. Das Klangbild ist homogen, ausgeglichen und transparent. Mit einem Highend-Hörer kann sich der N60NC nicht messen, dazu ist der Bass nicht druckvoll genug und auch in Sachen Auflösung und Detailreichtum erreicht er keine audiophilen Sphären. Aber für den störungsfreien Musikgenuss auf gehobenem Niveau reicht es locker.
Wenn man den Hörer an einem Smartphone betreibt, tauscht man das Kabel einfach gegen das beiliegende Kabel mit Mikrofon und Fernbedienung.
Fazit: Ein gut ausgestatteter, bequemer Hörer mit effektivem Noise Cancelling und sauberem Klang.
Preis: 249 Euro