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Fernsehkauf Ein Guide durch den TV-Dschungel

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Welcher Bildschirm der richtige ist

Die neuen Web-Fernseher
Philips 42PFL6907K Quelle: Presse
LG 42LM670S Quelle: Presse
Samsung UE40 ES8090 Quelle: Presse
Panasonic TX-P50 VT50E Quelle: Presse
Loewe Connect ID 40 Quelle: Presse
Sony KDL-40 HX855 Quelle: Presse

„Mit analogem Kabel-TV lassen sich zwar 34 Sender empfangen, dafür ist die Bildqualität längst nicht so gut, wie über den digitalen Weg“, sagt Gundall. Die Entschlüsselung lohnt sich also, oder das Umsteigen auf Satelliten-Fernsehen oder DVB-T. Diese Möglichkeit ist für Menschen aus ländlichen Regionen jedoch nicht so interessant, da der Empfang meist schlechter ist, als mit dem Kabelanschluss.

Wichtig zu wissen ist, dass sich die beiden Angebote - digital und analog - nicht ausschließen. Vielmehr ergänzen sie sich. Es ist möglich, die öffentlich-rechtlichen Sender über das digitale Kabel und die Privatsender über das analoge Kabel zu empfangen. Diese Möglichkeit kann durchaus auch langfristig interessant sein, da die Netzbetreiber bisher keinen Abschaltzeitraum für das analoge Kabel angekündigt haben.

Empfang per Internet

Das Internet ist ein Empfangskanal, der bisher in Sachen Fernsehen kaum im Rahmen seiner Möglichkeiten genutzt wird. „Zwar besuchen immer mehr Menschen Mediatheken im Netz oder nutzen das TV-Angebot der Telekom oder Vodafone, aber als Empfangsweg am Fernseher ist das Internet noch nicht sehr verbreitet“, sagt Gundall. „Aber langfristig ist dies ganz sicher der Weg, auf dem viele Menschen fernsehen werden.“ Als Empfangsgerät wird hier ein IPTV-Receiver benötigt.

Wer sein Fernsehgerät mit einem Internetanschluss verbindet, kann auch HbbTV nutzen, das sogenannte interaktive Fernsehen. Dies ermöglicht den Zuschauern, Zusatzangebote zu den laufenden Sendungen mit dem Fernsehgerät abzurufen. Eine der beliebtesten HbbTV-Funktionen ist die „Tagesschau-App“, die viele schon vom Smartphone her kennen. „Damit können die Zuschauer einen Beitrag überspringen oder auch das Wetter zuerst schauen“, erklärt Michael Gundall.

Egal für welches Empfangsgerät sich der Kunde entscheidet, die meisten Geräte haben den Tuner inzwischen wieder integriert. „Die Zeit, in der man Extra-Geräte samt Fernbedienung brauchte, ist wieder vorbei", sagt Gundall. Wer sich nicht auf eine Empfangsart festlegen will, kann sich auch für einen kombinierten Empfänger entscheiden. Die sogenannten Tripletuner ermöglichen den Empfang via DVB-T, -S und –C.

Bildschirmgröße und Bildqualität

Ob analog oder digital - mit dem ersten Fernseher wurden die Programme in einer Standardauflösung von 576 Bildzeilen gezeigt. Seit Ende der 2000er Jahre kommen immer mehr Programme und DVDs in HD auf den Markt. Das hat auch Einfluss auf die technischen Möglichkeiten der Fernseher.

HD-Logos im Überblick

Inzwischen sind die reinsten Heimkinos in den Fachgeschäften für jedermann erhältlich. Dabei ist größer nicht immer auch besser. „Das beste Bild erhält man, wenn man die Bildschirmdiagonale auf den Sitzabstand ausrichtet“, sagt Gundall. Ein Beispiel: Wer sich für eine Bildschirmdiagonale von 81 Zentimetern (32 Zoll) entscheidet, sollte etwa zwei Meter vom Fernseher weg sitzen. Problematisch ist daran, dass der Abstand für das Anschauen der Standard-Bildqualität ein anderer ist, als der von HD-Qualität. Ideal wäre für die HD-Qualität eigentlich ein Abstand von 1,20 Meter bis 1,60 Meter, für das Standard-Bild 2 Meter bis 2,40 Meter. „Weil niemand anfängt das Zimmer umzumöblieren, nur weil er beide Angebote nutzt, empfehlen wir den Mittelwert“, sagt Michael Gundall.

Der ideale Sitzabstand zum Fernseher

Ein Grund, warum sich Flachbildschirme binnen weniger Jahre durchgesetzt haben, ist das flache Design – ein anderer die deutlich bessere Bildqualität. Die Bildqualität ist in der Produktbeschreibung anhand der Hertz-Zahl (Hz) erkennbar. Diese gibt an, in welcher Frequenz ein Bild wiederholt wird. Dabei ist laut Produkttests der Unterschied zwischen 50 Hz und 100 Hz deutlich erkennbar. Die Unterschiede zwischen einem 200 Hz- oder 600-Hz-Gerät fallen dem menschlichen Auge hingegen kaum auf. Hier können also durchaus Abstriche gemacht werden.

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