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Lukasz Gadowski Delivery-Hero-Gründer startet Verleih von E-Tretrollern

Exklusiv
Mit dem Start-up Flash steigt erfolgreiche Gründer Lukasz Gadowski in das Verleihgeschäft mit Elektro-Tretrollern ein. Für das Frühjahr wird ihre Zulassung in Deutschland erwartet.

Der Berliner Unternehmer und Investor Lukasz Gadowski steigt mit dem Start-up Flash in das Verleihgeschäft mit Elektro-Tretrollern ein. „Wir wollen dieses Feld nicht einfach den Amerikanern überlassen“, sagt er.

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Sein Start-up Flash, das er vor sechs Monaten gegründet hat, will im Frühjahr mit dem Verleih der Roller in Frankreich, Italien und Spanien beginnen und im Sommer auch im restlichen Europa präsent sein.

„Wir wollen dieses Feld nicht einfach den Amerikanern überlassen“, sagte Gadowski im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. In einer ersten Finanzierungsrunde, an dem die Investoren Target Global, Idinvest Partners und Signals Ventures beteiligt waren, konnte Flash 55 Millionen Euro einsammeln. Das Start-up beschäftigt derzeit etwa 60 Leute und will bis zum Sommer ein Team von mehreren hundert Mitarbeitern aufbauen.

Gadowski, 41 Jahre alt, gilt als eine der wichtigsten Figuren der deutschen Gründerszene: Er hat das soziale Netzwerk StudiVZ aufgebaut und an den Holtzbrinck-Verlag verkauft. Mit dem Geld baute er unter anderem den Berliner Firmenbrutkasten Team Europe auf, aus dem auch der Bestelldienst Delivery Hero hervorging. Mit Flash wagt sich Gadowski nun in einem umkämpften Markt: Die US-Unternehmen Bird und Lime haben bereits in ihrer Heimat, aber auch in mehreren europäischen Städten eine große Flotte an E-Tretrollern aufgebaut. Auch MyTaxi und Uber wollen in dem Geschäft mitmischen.

Gadowski will in die App, über die sich die Roller ausleihen lassen, später auch andere Dienste einbinden - oder selbst zur Verfügung stellen: Leihautos, Busse, Bahnen. „E-Scooter sind das Upgrade für die urbane Mobilität“, sagt er.

Von Jahr zu Jahr stehen die Deutschen länger im Stau – und damit steigt der Bedarf an neuen Möglichkeiten, bequem und zügig von einem Ort an den anderen zu kommen. Ob die E-Tretroller dazu einen echten Beitrag leisten, muss sich allerdings noch zeigen. In den USA ließen die Menschen die Scooter anfangs achtlos stehen und versperrten damit Wege. Aus Protest wurden die Roller beschmiert und demoliert. Flash will die E-Tretroller deshalb an jedem Abend einsammeln – und morgens an die Stellen in der Stadt bringen, an der sie gebraucht werden. „Wir bedienen nicht nur die Nutzer, sondern auch die Allgemeinheit: andere Passanten oder Anwohner“, sagt Gadowski.

Die Unternehmensberatung McKinsey schätzt, dass sich 2030 in Europa mit dem Verleih von E-Tretrollern jährlich 150 Milliarden Euro umsetzen lässt. Im Frühjahr soll auch in Deutschland eine Verordnung in Kraft treten, die die Nutzung der bislang verbotenen Kick-Roller unter bestimmten Auflagen erlaubt: Fahrer müssen mindestens 15 Jahre alt sein und einen Mopedführerschein besitzen. Die Scooter sollen auf Radwegen unterwegs sein – und dürfen die Fahrbahn nur dann nutzen, wenn es diese nicht gibt.

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