Green City: 10 Dinge, die deutsche Städte von Kopenhagen lernen können
Kopenhagen ist hierzulande vor allem für seinen malerischen Hafen bekannt. Doch Dänemarks größte Stadt hat mehr zu bieten – sie ist die grüne Hauptstadt Europas. Dort wird vielleicht Wirklichkeit, was in Deutschland undenkbar ist: 2025 will die dänische Metropole als weltweit erste Stadt CO2-neutral sein. Ein ehrgeiziges Ziel. Doch ob Verkehrsplanung, nachhaltige Wirtschaft oder Energieeffizienz, die Dänen machen schon jetzt vieles richtig. Zeit, dass deutsche Städte sich etwas davon abschauen.
1. FahrradfreundlichkeitAbgesehen von wenigen Ausnahmen wie Münster, Greifswald oder Oldenburg bieten deutsche Städte wenig Anreiz, den bequemen Fahrersitz des eigenen Autos gegen den windigen Platz auf dem Fahrradsattel einzutauschen: Schlecht ausgebaute oder nicht vorhandene Radwege, ungünstig geschaltete Ampelphasen oder gar Beförderungsverbote in Bus und Bahn nehmen selbst gewillten Radlern häufig die Entscheidung ab. So bleibt ein großes Potenzial zur Abgasvermeidung unerschlossen.
Kopenhagen macht es anders: Bis 2025 soll das stadtweite Radverkehrsnetz um 100 Kilometer ergänzt werden, auf beinahe 500 Kilometer. Teilweise sogar dreispurig. Mit kostenlosen Fahrradverleihen werden zusätzliche Anreize geschaffen. Spritkosten spart schließlich jeder gern.