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Fahrbericht Land Rover Discovery Sport Der Abenteurer für die Familie

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Mehr Range Rover als Offroader

Zudem soll die neue Hinterachse auch einen besseren Federungskomfort und ein direkteres Ansprechverhalten bieten. Vergleiche verbieten sich allerdings nach der ersten Testfahrt, denn die Fahrzeuge waren wegen der vereisten Straßen rund um den Präsentationsort Reykjavik mit Spike-Reifen ausgerüstet. Rückschlüsse auf den Abrollkomfort und das Fahrverhalten können so nicht seriös getroffen werden.

Welche Motoren im Discovery Sport erhältlich sind

Urteile über das Allrad-System des Discovery Sport sind aber möglich. Ab Werk ist der Sport mit einem permanenten Allradantrieb ausgestattet, gegen Aufpreis wird das „Active Driveline“-System eingebaut, das die Kraft per Mitteldifferenzial zwischen Vorder- und Hinterachse verteilen kann. Die Testfahrzeuge waren mit diesem System ausgestattet, das zusammen mit der „Terrain Response“-Steuerung die Antriebskraft passend auf die Räder verteilt.

Aufwändige Gelände-Technik fehlt

Im auf Island meist gewählten „Gras/Schotter/Schnee“-Modus spricht der Discovery Sport zwar etwas träger an, bietet aber stets die optimale Traktion. Selbst bei übermäßigem Beschleunigen auf rutschigem Untergrund bleibt der Wagen sauber in der Spur. Auf eine schneebedeckte Landstraße kann das aber nicht ohne Weiteres übertragen werden, da auf Eis die hierzulande illegalen Spikes auch einen gehörigen Anteil haben.

Dass dem Discovery Sport die aufwändigen Achssperren, Untersetzungsgetriebe und die Luftfederung des großen Discovery fehlen, dürfte aber weniger ins Gewicht fallen. Denn auch wenn er ein Land Rover ist, dürfte er genauso selten ins harte Gelände ausgeführt werden wie alle anderen SUVs.

Den meisten Sport-Kunden wird ein hochwertiger Innenraum deutlich wichtiger sein als das ein oder andere Offroad-Gimmick. Im Cockpit erinnert der Neue eher an den luxuriösen Range Rover als an den rustikalen Discovery. Materialien und Gestaltung sind absolut auf der Höhe der deutschen Premium-Konkurrenz. Die flächige, breite Armaturentafel und die mächtige Mittelkonsole versprühen den klassischen britischen Oberklasse-Charme der Marke.

Zum Glück nicht mehr so klassisch ist das Infotainment-System an Bord des Discovery Sport. Die Bedienung des Touchscreen-Systems wurde gegenüber dem etwas antiqierten Vorgängers deutlich vereinfacht, die Optik moderner. Alles, was nicht über den Monitor bedient wird, hat große und selbsterklärende Tasten – wie es sein muss. Nur ein Detail hat sich nicht ganz erschlossen: Die Sitzheizung hat auf der Mittelkonsole eine eigene Taste. Sobald man sie drückt, erscheint das entsprechende Menü auf dem Bildschirm – die Taste aktiviert also nicht die Sitzheizung, sondern ruft nur ein Menü auf.

Endlich ein modernens Infotainment-System

Einfacher ist die neue Smartphone-Integration. Über die „InControl“-Apps kann das System auf das angeschlossene Smartphone des Kunden zurückgreifen – das Handy wird quasi über die Bedienelemente des Autos gesteuert. Bei einem ersten Test funktionierte das zufriedenstellend, wenn auch das GPS-Signal des verwendeten iPhone 6 ab und zu zu schwach war und die Navigation störte. Aber dafür kann das Auto nichts.

A propos Smartphone: Neben einem USB-Anschluss, der das Smartphone mit dem Auto verbindet, sind an jedem Sitzplatz (mit Ausnahme des Fahrerplatzes) USB-Buchsen zum Laden von Smartphone oder Tablet verbaut. Ein kleiner, in heutigen Zeiten aber sehr praktischer Schritt. Zudem ist man bei Land Rover stolz darauf, dass jeder der bis zu sieben Insassen einen eigenen Luftausströmer hat – und das auf Gesichtshöhe.

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