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SamsungAusstieg aus Kamera-Geschäft

Samsung gibt sein Kamerageschäft in Deutschland auf. Der koreanische Elektronikriese zieht die Konsequenzen aus Nachfrage- und Erlösrückgang - und wird damit auch Opfer seines eigenen Erfolges.Thomas Kuhn 21.11.2015 - 15:30 Uhr

Galaxy Kamera - Samsungs Smartphones machten auch den eigenen Fotoapparaten immer härter Konkurrenz

Foto: dpa

Die Gerüchte kursierten seit Monaten: Der koreanische Elektronikriese Samsung prüfe angesichts enttäuschender Absatzzahlen den Ausstieg aus dem globalen Kamerageschäft, spekulierten seit dem Spätsommer wiederholt verschiedene asiatische Branchenblogs. Seit dieser Woche nun ist klar, dass das mehr als Spekulationen waren, auch wenn es - zumindest vorerst - noch nicht um das Aus für Samsungs Kamerasparte als Ganzes geht.

Doch fürs Geschäft mit digitalen Fotoapparaten in Deutschland zieht der Konzern nun tatsächlich die Reißleine. "Wir haben uns entschlossen, Verkauf und Marketing dieser Produkte schrittweise auslaufen zu lassen", bestätigte Samsungs deutscher Kommunikationschef Thomas Kahmann auf WirtschaftsWoche-Anfrage. Ein globaler Ausstiegsbeschluss lasse sich daraus aber nicht ableiten. Es handele sich "um eine Entscheidung, die nur den deutschen Markt betrifft."

Nikon Coolpix P600

Highlight der Coolpix P600 ist das 60fach-Zoomobjektiv (24 - 1.440 mm, Kleinbild). Der Monitor ist nach allen Seiten dreh- und schwenkbar. WLAN zur Fernsteuerung der Kamera via Smartphone ist ebenfalls dabei. Die Kamera ist in Rot oder Schwarz erhältlich. 

Preis: circa 350 Euro

Foto: PR

Sony DSC-H400

Preiswerte Superzoom-Kamera mit einfacher Bedienung, 63fach-Zoomobjektiv und starkem Steadyshot-Bildstabilisator. Einen ausführlichen Testbericht finden Sie hier.

Preis: 299 Euro

Foto: PR

Canon Powershot G3X

Canons neue Powershot ist eine hochwertige Kompaktkamera mit vergleichsweise großem Bildsensor (1,0 Zoll, 12,8 x 9,3 mm) und starkem Zoomobjektiv (25fach). Einen ausführlichen Testbericht finden Sie hier.

Preis: 899 Euro

Foto: PR

Canon Powershot SX60 HS

Gute Hobbykamera mit mächtigem 65fach-Zoomobjektiv, frei schwenkbarem Display und WLAN. Die Brennweite reicht von 21 bis 1365 mm. Trotz des relativ kleinen Sensors (1/2,3 Zoll, 5,6 x 4,2 mm) bringt die SX 60 HS im Verbund mit dem Digic-6-Bildprozessor gute Bildqualität. Auch ein elektronischer Sucher ist integriert.

Preis: 499 Euro

Foto: PR

Nikon Coolpix P900

Üppig ausgestatteter Digicam-Bolide mit sagenhaftem 83fach-Zoomobjektiv (24 bis 2000 Millimeter (Kleinbild)). Viele Einstellmöglichkeiten, ein frei schwenkbares Display sowie WLAN und GPS überzeugen. Einen ausführlichen Testbericht finden Sie hier.

Preis: 619 Euro

Foto: PR

Canon Powershot SX710 HS

Sehr kompakte Digicam mit 30fach-Zoom (25 - 750 mm, Kleinbild) und 5-Achsen-Bildstabilisator. Filmt Full-HD-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde und lässt sich dank WLAN-Modul auch via Smartphone steuern. In Rot oder Schwarz erhältlich.

Preis: 329 Euro

Foto: PR

Nikon Coolpix L830

Preiswerte Digicam für Einsteiger mit 34fach-Zoom (22,5 - 765 mm, Kleinbild) und 5-Achsen-Bildstabilisator. Das Display ist nach oben und unten schwenkbar. Der CMOS-Bildsensor ist mit 1/2,3 Zoll (5,6 x 4,2 mm) ziemlich klein. In Onlineshops ist die Nikon schon für weniger als 200 Euro zu haben. Die L830 dreht auch Full-HD-Videos mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde.

Preis: ab 150 Euro

Foto: PR

Fujifilm Finepix S9900W

50fach-Zoom mit einer Brennweite von 24 - 1.200 mm (Kleinbild), 5-Achsen-Bildstabilisator, 1/2,3-Zoll CMOS-Sensor (5,6 x 4,2 mm) und WLAN-Modul – das sind die wichtigsten Daten der Finepix S9900W. Eine preisgünstige und dabei gut ausgestattete Bridgekamera.

Preis: 329 Euro

Foto: PR

Sony Cybershot DSC-HX50

Die DSC-HX50 ist trotz des 30fach-Zoomobjektivs sehr kompakt (108 x 63 x 38 Millimeter) und wiegt auch nur 272 Gramm. Das Objektiv deckt eine Brennweite von 24 - 720 Millimeter ab (Kleinbild). Die Digicam ist in Schwarz oder Silber erhältlich. Wer die Kamera auf Reisen benutzt, für den ist die Variante mit GPS-Modul interessant, die kostet nur 20 Euro mehr.

Preis: 439 Euro

Foto: PR

Fujifilm Finepix S1

Die Finepix S1 bietet nicht nur ein starkes 50fach-Zoomobjektiv mit einer Brennweite von 24 - 1.200 mm (Kleinbild), sie ist auch wetterfest. Ein paar Wasserspritzer oder ein kurzer Regenschauer machen ihr nichts aus. Daneben ist sie mit dem frei dreh- und schwenkbaren Display, dem elektronischen Sucher und dem Wi-Fi-Modul auch sehr gut ausgestattet.

Preis: 449 Euro

Foto: PR

Sony Cybershot DSC-H300

Auch Sony kann billig sein. Die DSC-H300 kostet nur 199 Euro. Dafür bekommt man eine formschöne Kamera mit optischem 35fach-Zoom, 20,1-Megapixel-Sensor und Sonys Steadyshot-Bildstabilisator.

Preis: 199 Euro

Foto: PR

Pentax XG-1

Die Pentax XG-1 von Ricoh Imaging präsentiert sich als Allrounder mit gutem Zoomobjektiv (32fach, 24 - 1.248 mm) und 16-Megapixel-Sensor. Das Display lässt sich nicht bewegen, dafür bietet die Kamera einen elektronischen Sucher.

Preis: 249 Euro

Foto: PR

Olympus Stylus Traveller SP-100EE

Bei der SP-100EE haben sich die Olympus-Entwickler etwas Besonderes einfallen lassen. Ein Punktvisier soll beim Zoomen helfen, dass das angepeilte Objekt immer schön in der Bildmitte bleibt. Das Visier ist in den ausklappbaren Blitz integriert. Neben dem 50fach-Zoom (24 - 1.200 mm, Kleinbild) bietet die Olympus auch Features wie schnelle Serienbilder, Zeitlupenfunktion, elektronischen Sucher und viele Einstellmöglichkeiten für Hobbyfotografen.

Preis: 299 Euro

Foto: PR

Olympus Stylus Traveller SH-2

Kompakte Allroundkamera für Reise und Familie mit einfacher Bedienung und 24fach-Zoom. Die Brennweite entspricht auf Kleinbild gerechnet 24 - 600 mm. Ein 5-Achsen-Bildstabilisator soll Wackler ausgleichen.

Preis: 299 Euro

Foto: PR

Panasonic Lumix DMC-FZ72

Panasonics Digicam bietet ein 60fach-Zoomobjektiv. Die Brennweite reicht dabei von 20 - 1200 mm (Kleinbild). Eine Bridgekamera also, die auch extremes Weitwinkel liefert. Der Bildsensor ist 1/2,3 Zoll groß (5,6 x 4,2 mm, Kleinbild). Die Lumix produziert daneben auch Full-HD-Videos mit 50 Bildern pro Sekunde. Wi-Fi und GPS sind nicht an Bord, dafür ein elektronischer Sucher.

Preis: 399 Euro

Foto: PR

Tamron SP AF 200-500mm

Das Supertele von Tamron (SP AF 200-500mm F/5-6.3 Di LD) bietet einen Brennweitenbereich von 200 bis 500 mm. Geeignet für Spiegelreflexkameras mit APS-C- oder Vollformatsensor.

Preis: circa 800 Euro

Foto: PR

Rollei Powerflex 260

Schlichte und kompakte Digicam mit 26fach-Zoom (22 – 580 mm, Kleinbild), optischem Bildstabilisator und 16-Megapixel-Sensor. Filmt in Full HD. 39 Motivprogramme und flexibel einstellbarer Autofokus. In Onlineshops ist die Powerflex schon für weniger als 130 Euro zu haben, ein unschlagbarer Preis.

Preis: 160 Euro

Foto: PR

Sigma Zoomobjektiv 50-500mm

Das Objektiv (50-500 mm F4,5-6,3 DG OS HSM) von Sigma arbeitet mit 22 Linsen in sechs Gruppen und verfügt auch einen eingebauten Bildstabilisator sowie einen schnellen Ultraschallmotor (USM) für die Bewegung der Linsen beim Scharfstellen. Für alle großen Kameramodelle erhältlich.

Preis: 2.099 Euro

Foto: PR

Canon Zoomobjektiv EF 100-400mm

Kompaktes Zoomobjektiv (EF 100-400mm f/4.5-5.6L IS II USM), die Brennweite entspricht 160 - 640 mm bei Kleinbild. Geeignet für Sport-, Action oder Naturfotos. Der Bildstabilisator ist integriert.

Preis: 2.199 Euro

Foto: PR

Nikon AF-S Nikkor 800 mm

Eine Festbrennweite von Nikon (AF-S Nikkor 800 mm 1:5,6E FL ED VR) für Profifotografen mit Vollformatspiegelreflexkamera. Insgesamt sind 20 Linsen in 13 Gruppen verbaut. Das Gewicht liegt bei knapp 4,6 Kilo.

Preis: circa 17.000 Euro

Foto: PR

Nikon AF-S DX Nikkor AF-S 18–300 mm

Nikons Zoomobjektiv (DX Nikkor 18–300 mm 1:3,5–6,3G ED VR) für Spiegelreflexkameras im DX-Format ist ein hochwertiges Allround-Tele. Die Brennweite entspricht 27 bis 450 mm bei Vollformat-Sensoren.

Preis: circa 780 Euro

Foto: PR

Canon Supertele EF 800mm 1:5,6 L IS USM

Sicher eines der besten Teleobjektive für die digitale Spiegelreflexkamera. Canons Supertele für Profifotografen eignet sich ideal für Tier- und Sportfotografie. Für beste Bildqualität setzt Canon auf Festbrennweite. Ein Bildstabilisator ist im 4,5 Kilo schweren Objektiv integriert.

Preis: 13.099 Euro

Foto: PR

Pentax Tele HD Pentax-DA 560 mm

Das Tele von Ricoh Imaging (HD Pentax-DA 560 mmF5,6 ED AW) bietet auf Kleinbild gerechnet eine Brennweite von 860 mm. 29 Dichtungen gegen Staub und Spritzwasser machen das Supertele wetterfest.

Preis: 5.499 Euro

Foto: PR

Rollei Stativ T-63 C

Profistativ von Rollei, das auch schwere Spiegelreflexkameras mit großem Tele hält. Die maximale Traglast liegt bei 20 Kilo. Die Stativrohre sind aus Carbon, deshalb wiegt das T-63 C nur etwa 1,6 Kilo.

Preis: 550 Euro

Foto: PR

Cullmann Stativ Magnesit X400

Preisgünstiges Aluminium-Stativ für Foto und Video. Ausreichend stabil für Kompaktkameras und kleine Spiegelreflexkameras. Die Stativhöhe beträgt 145 cm, zusammengeklappt ist es nur 42 cm lang. Kugelkopf mit zwei Wasserwaagen. Gewicht: 1470 Gramm.

Preis: 99 Euro

Foto: PR

Es ist die Reaktion des Elektronik-Konzerns auf zwei parallele Entwicklungen. Zum einen hat die Fotosparte offenbar den konzerninternen Vorgaben nicht genügt, die von den einzelnen Unternehmensbereichen durchgängig führende Positionen in den jeweiligen Produktsegmenten abfordern: Trotz starker Marketing-Anstrengungen und einer hohen Innovationsrate rangierte Samsung nach Erhebungen der Verbrauchs- und Mediaanalyse VuMA auch im vergangenen Jahr noch nicht unter den Top-Fünf der in Deutschland meistverbreiteten Kameramarken.

Dazu kommt, dass der Kameraabsatz und die mit Digitalkameras erzielbaren Umsätze in Deutschland konstant zurückgehen. In den ersten drei Quartalen fiel der Branchenumsatz gegenüber dem Vorjahr nochmals um mehr als zehn Prozent auf 781 Millionen Euro - nach einem Vorjahresrückgang im gleichen Zeitraum bereits um mehr als 22 Prozent.

Dass die Käufer immerhin inzwischen zu deutlich teureren Fotoapparaten greifen - der Durchschnittspreis pro Kamera stieg von 302 auf 323 Euro - hat die Marktaussichten für die Samsung-Strategen dennoch nicht ausreichend aufgehellt. "In Deutschland beobachten wir seit längerer Zeit einen Rückgang der Nachfrage nach Digitalkameras und
Zubehör", so Samsung-Sprecher Kahmann. "Wir müssen uns den Anforderungen des Marktes anpassen."

Wie schnell sich der Ausstieg vollzieh, dazu schweigt sich Samsung bisher noch aus. Klar ist, dass die bereits an Handel und Distributoren ausgelieferte Ware noch abverkauft wird, um das traditionell umsatzstarke Weihnachtsgeschäft zumindest noch mitnehmen zu können. Neue Ware aber, so sind sich Insider sicher, werde wohl nicht mehr in den Handel kommen. Service und die Garantieleistungen werde Samsung allerdings "selbstverständlich" weiterhin erbringen.

Damit setzt sich die Konsolidierung des Marktes fort, aus dem sich in den vergangenen Jahren schon zahlreiche prominente Kameraproduzenten wie Contax, Konica, Kyocera, Minolta oder Yashica zurück gezogen haben.

Es ist - vor allem - die Folge des rasanten Aufstiegs der Handy-Kameras. Denn seit mehr und mehr Fotofans die konstant wachsende Qualität der Smartphone-Bilder genügt, erodiert das Kamerageschäft.

Den Markt der Einsteigerknipsen haben die ständig besseren Aufnahmen der Fotofone längst implodieren lassen, und nun graben die High-End-Kamerahandys immer nachhaltiger den Foto-Mittelklasse das Wasser ab.

Dass nun ausgerechnet Samsung - immerhin größter Smartphone-Produzent der Welt - in Deutschland die Konsequenz zieht und das Kamerageschäft aufgibt, ist die überraschende Pointe dieser Entwicklung.

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