Energiewende Diese zehn Gründer revolutionieren die Energiebranche

Wärme aus dem Auto, Strom aus der Wasserleitung: Kreative Gründer revolutionieren die Energiebranche. Die spannendsten Ideen im Überblick.

Wer bei der Nachhaltigkeit punktet
Gelsenkirchen Quelle: obs
Oberhausen Quelle: dpa/dpaweb
Krefeld Quelle: AP
Herne Quelle: dpa/dpaweb
Hamm Quelle: dapd
Mönchengladbach Quelle: dpa/dpaweb
Essen Quelle: AP
Kassel Quelle: REUTERS
Solingen Quelle: dpa
Halle Quelle: dpa
Dortmund Quelle: dpa
Duisburg Quelle: dpa
Berlin Quelle: dpa
Magdeburg Quelle: dpa
Hannover Quelle: dpa/dpaweb
Lübeck Quelle: dpa
Bochum Quelle: dpa
Ludwigshafen Quelle: AP
Leipzig Quelle: dapd
Köln Quelle: dpa

Eine heimtückische Nordsee, die das unter dem Meeresspiegel liegende Land zu fluten droht? Kein Problem für die Niederländer: Hohe Deiche und mächtige Sperrwerke schützen Städte und Dörfer. Knappes Ackerland? Dann eben hocheffizienter Anbau von Tomaten und Paprika in Gewächshäusern. Weg von der fossilen Energie? Soll sich doch jede Kommune selbst mit sauberem Strom versorgen.

Aus diesen Gründen schwitzt die Erde

Unsere Nachbarn im Westen haben immer auf ihren Erfindergeist vertraut, um ihre Heimat zu schützen und ihren Wohlstand zu mehren. Jetzt planen sie auch noch die Energierevolution. Forscher der Technischen Universität (TU) Delft wollen Windräder, Solarmodule und Brennstoffzellenautos wie den Toyota Mirai oder den Hyundai ix35 so geschickt miteinander verknüpfen, dass Parkhäuser zu Kraftwerken werden. Die Idee der Pioniere um Ad van Wijk, Professor für künftige Energiesysteme: Die Fahrzeuge wandeln Wasserstoff in Strom um, der ihre Elektromotoren antreibt. Stehen sie ungenutzt auf einem Parkplatz, versorgen sie Anwohner und Betriebe mit Elektrizität und der gleichzeitig anfallenden Wärme – gegen Entgelt für die Autobesitzer. Den nötigen Wasserstoff erzeugt überschüssiger Grünstrom, der Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff spaltet. Van Wijk hat auch schon ausgerechnet, wie viel Häuser jedes Auto mit Strom beliefern kann: rund 100.

Das Green-Village-Projekt, das die Delfter gerade auf ihrem Campus realisieren, zeigt vor allem eines: Die Energiewelt ist in Aufruhr wie nie seit Beginn der Nutzung elektrischer Energie Mitte des 19. Jahrhunderts. Und sie wandelt sich in rasendem Tempo. Was gestern noch als Utopie erschien, wie Parkhäuser in Kraftwerke umzuwandeln, wird auf einmal möglich.



Wie das Green-Village-Projekt der TU Delft sauber Energie erzeugen will



Der Ausstieg aus der Kernenergie, der Abschied von den fossilen Energieträgern und der Aufschwung der Erneuerbaren sorgen für einen Wandel mit rasender Geschwindigkeit. Etablierte Energieriesen wie Vattenfall, E.On und RWE müssen sich neu aufstellen und neue Geschäftsmodelle für sich entwickeln. Oder mit Start-ups zusammenzuarbeiten, die mit ihren Idee die Energiewelt von morgen prägen werden. Wie die aussehen kann, davon vermitteln diese zehn Beispiele eine Vorstellung:

1. Enerbyte
Das spanische Start-up Enerbyte hat ein ausgeklügeltes Elektrizitätsportal für Barcelona entwickelt: Sensoren und intelligente Stromzähler erfassen detailliert, wie lange die Spanier unter anderem das Licht brennen lassen und wie viel Strom Waschmaschine, Computer und Fernseher verbrauchen. Die Daten werden an den Energieversorger Electra Caldense weitergeleitet, der dem Kunden dann konkrete Einsparmaßnahmen vorschlägt. Droht das Sparziel zu scheitern, wird der Kunde automatisch gewarnt.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%