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Studie zu Gesundheitsfolgen Macht Fracking krank?

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Warum Fracking für den Erfolg der Energiewende wichtig ist

Frank Umbach vom Europäischen Zentrum für die Energie- und Ressourcensicherheit am King’s College in London kritisiert zudem, dass die Regulierungsauflagen und Bedingungen für Sicherheit und Umweltschutz in den einzelnen Gasfeldern nicht näher erläutert werden. Die meisten Risiken würden nicht mit der Fracking-Technologie selbst zusammenhängen, sondern mit der Förderung von Öl und Gas im Allgemeinen. „Die Gesundheitsprobleme können auch auf konventionelle Öl- und Gasförderungen oder sonstige Minenaktivitäten zurückgehen.“

Ulf Sieberg vom Naturschutzbund Nabu will dieses Argument nicht gelten lassen. „Wenn wir schon konventionelle Gasförderung nicht sicher hinbekommen, können wir doch Fracking nicht erlauben“, sagt er. Für ihn ist die US-Gesundheitsstudie ein weiteres Argument, warum Fracking in Deutschland nicht zugelassen darf.

Für Frank Umbach vom King’s College ergeben sich hingegen kaum Erkenntnisse für Deutschland. „Hierzulande ist die Gefahr, dass durch Chemikalien das Grundwasser kontaminiert wird, wesentlich geringer als in den USA.“ Das Schiefergas befände sich für gewöhnlich weit tiefer unter dem Grundwasserspiegel als in den USA.

Das "Handelsblatt" hatte kürzlich berichtet, dass es dem amerikanischen Mineralölkonzern Exxon gelungen sei, eine Frac-Flüssigkeit ohne toxische Chemikalien herzustellen. Neue Gesetze, die derzeit von Umweltministerin Barbara Hendricks und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD) erarbeitet werden, würden aber auf ein Verbot der kommerziellen Schiefergasförderung in Deutschland hinauslaufen.

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Fracking-Experte Dietrich Borchardt kann das nicht nachvollziehen: „Unter bestimmten Auflagen ist Fracking eine Technologie, die ohne größere Risiken eingesetzt werden kann“, argumentiert er. Jedoch gebe es eine große Diskrepanz zwischen der wissenschaftlichen und der politischen Bewertung der Technologie.

Mit Blick auf die Versorgungssicherheit warnt Borchardt vor einem Fracking-Verbot: „Wenn die Energiewende gelingen soll, ist Deutschland auf heimische Gasvorkommen angewiesen.“ Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften befinden sich etwa 13 Billionen Kubikmeter Erdgas im Boden, welche durch Fracking gefördert werden könnten. Damit ließe sich etwas 13 Jahre lang der gesamte Gasbedarf in Deutschland decken.

Noch in diesem Monat wollen die Bundesminister Gabriel und Hendricks ihren Gesetzesentwurf zum Fracking vorlegen. Dass die unterirdischen Gasvorkommen künftig erschlossen werden, ist nicht wahrscheinlich.

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