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Angst vor "blutigen" RohstoffenBMW baut eigene Lieferketten für Stahl- und Kupfereinkauf auf

BMW fürchtet Imageschäden durch Rohstoffe, bei deren Herstellung es zu Ausbeutung, Kinderarbeit oder Umweltzerstörung kommt - und will deshalb transparenter werden.Simon Book, Martin Seiwert, Melanie Bergermann 27.10.2017 - 08:00 Uhr

BMW will die Lieferkette von der Rohstofferzeugung über die Zulieferer bis zum Autowerk transparenter machen.

Foto: dpa

BMW fürchtet Imageschäden durch Rohstoffe, bei deren Herstellung es zu Ausbeutung, Kinderarbeit oder Umweltzerstörung kommt. „Verstöße gegen Menschenrechte oder Umweltschutz passen nicht zu unseren Grundsätzen, nicht zum Premiumanspruch unserer Produkte und könnten zur Folge haben, dass Kunden unsere Autos verschmähen“, sagte BMW-Nachhaltigkeitsmanager Ferdinand Geckeler der WirtschaftsWoche.

BMW wolle deshalb die Lieferkette von der Rohstofferzeugung über die Zulieferer bis zum Autowerk transparenter machen. „Man kann Transparenz bis zur Mine herstellen“, so Geckeler. „Zwar nicht in jedem Fall, aber häufig.“

BMW widerspricht damit dem Konkurrenten Daimler. Gegenüber der WirtschaftsWoche erklärte Daimler, ein „präziser Herkunftsnachweis“ sei bei komplexen Lieferketten für Unternehmen „selbst mit einem hohen Aufwand kaum zu leisten.“

Für einzelne Rohstoffe baut BMW eigene Lieferstrukturen auf, weil nur das volle Transparenz bringe, so Geckeler: „Bei den ausgewählten Rohstoffen strebt BMW Zertifizierungen an, die eine saubere Herkunft garantieren“. In den vergangenen Jahren habe BMW eine solche saubere Lieferkette für Stahl aufgebaut und sei dafür bis an den Anfang der Lieferkette gegangen: „Wir haben auch direkt mit Minenbetreibern verhandelt.“ Bei Kupfer wolle BMW ebenfalls eine eigene Zertifizierung der Lieferkette aufbauen.

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