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MenschenrechteBASF droht Vertrag mit Platin-Zulieferer in Südafrika aufzulösen

BASF droht dem Rohstoff-Zulieferer Lonmin damit, die Geschäftsbeziehung zu beenden. Grund sind anhaltende Probleme mit der Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards in einer Platin-Mine. 27.10.2017 - 08:00 Uhr

Der deutsche Chemiekonzern BASF droht einem Rohstoff-Zulieferer damit, die Geschäftsbeziehung zu beenden.

Foto: dpa

Der deutsche Chemiekonzern BASF droht einem Rohstoff-Zulieferer damit, die Geschäftsbeziehung zu beenden. Grund sind anhaltende Probleme mit der Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards in einer südafrikanischen Platin-Mine.

Der britische Minenkonzern Lonmin betreibt in Marikana bei Kapstadt eine der größten Platin-Minen der Welt. BASF bezieht seit Jahren aus dieser Mine den Rohstoff, der unter anderem für die Beschichtung von Auto-Katalysatoren genutzt wird.

2012 war es in der Mine von Marikana zu einem Arbeiteraufstand gekommen. Mehrere tausend Beschäftigte streikten tagelang für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Als die südafrikanische Polizei den Streik gewaltsam beendete, starben 37 Menschen. Der Vorfall wurde als „Massaker von Marikana“ bekannt.

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Seither bemüht sich BASF als Hauptkunde von Lonmin, bessere Arbeitsbedingungen in der Mine durchzusetzen. Dazu führen die deutschen regelmäßige Untersuchungen und Besuche vor Ort durch, zuletzt im Januar 2017. „Dieses Nachfolgeaudit hat in mehreren Bereichen ein positives Ergebnis ergeben“, schreibt der Dax-Konzern in einer Stellungnahme für die WirtschaftsWoche. „Jedoch identifizierte das Audit auch Lücken, die Lonmin noch schließen muss“, so  BASF weiter.

So gebe es Defizite im Umgang mit den umliegenden Gemeinden nahe der Mine, auch der Dialog mit den Interessensgruppen laufe nicht optimal. Zudem habe man sich bei dem britischen Minenkonzern für eine bessere Wohnsituation der Arbeiter stark gemacht.

Allerdings scheint BASF nicht sonderlich zuversichtlich zu sein, dass die Situation der Minenarbeiter sich bald bessert. Die Ludwigshafener drohen gar mit der Beendigung der Lieferantenbeziehung: „Das Bestreben der BASF ist es, Lonmin bei seinen Bemühungen zu unterstützen“, heißt es in der Stellungnahme.

Dazu stehe man mit Lonmin in einem kontinuierlichen und intensiven Dialog. Weiter schreibt der Dax-Konzern: „Sollten wir im weiteren Verlauf der Umsetzung der Maßnahmen feststellen, dass Lonmin trotz unserer Unterstützung vereinbarte oder geforderte Verbesserungen nicht innerhalb eines konkreten Zeitplans nachweisen kann, behalten wir uns vor, die Zusammenarbeit zu beenden.“

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