Batteriezellenhersteller: CATL will Batteriefabrik in Ungarn Anfang 2026 in Betrieb nehmen
Der chinesische Batteriezellhersteller CATL will seine Fabrik in Ungarn bis Anfang des kommenden Jahres in Betrieb nehmen. Ziel sei es, die Fertigung in vier oder fünf Monaten aufzunehmen, sagte der für Europa zuständige Manager Matt Shen der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag vor Beginn der Automobilmesse IAA in München.
CATL investiert 7,3 Millionen in die Anlage im ostungarischen Debrecen und baut dort Batteriezellen unter anderem für BMW. Die Münchner nehmen die Fertigung ihres neuen Elektroautos iX3 in Debrecen zum Jahresende hin auf. Es handelt sich um das erste Modell der sogenannten „Neuen Klasse“, mit der BMW seine Position bei Elektroautos ausbauen will.
Shen wischte Bedenken wegen einer schleppenden Nachfrage nach Elektroautos in Europa beiseite. Es gebe immer Schwankungen, sagte er. Der Trend sei ungebrochen.
Das CATL-Werk in Ungarn soll über eine jährliche Produktionskapazität von 100 Gigawattstunden verfügen und 9000 Mitarbeiter beschäftigen. Es ist damit weitaus größer als die bereits bestehende Anlage in Arnstadt in Thüringen. CATL ist der weltweit größte Batteriezellhersteller und baute seinen Marktanteil 2024 nach Angaben des Analysehauses SNE Research auf 38 Prozent aus.