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Smart-Chefin Winkler "Ich habe meinen Traumjob gefunden"

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"Laden ist bei E-Autos zentrales Kriterium"

Wie sehr hilft Smart die CO2-Bilanz von Daimler zu verbessern? Können Sie das quantifizieren?
Mercedes ist in punkto CO2-Reduktion selbst sehr gut unterwegs, wie alle bei Daimler. Nur zur CO2 Reduktion braucht Daimler Smart nicht, auch, wenn Smart seinen Teil beiträgt, die CO2-Flotten-Ziele zu erreichen. Aber Daimler will Smart als Marke für urbane Mobilität mit dem klaren Auftrag, E-Mobilität in die Städte zu bringen, sie sauberer und auch ein bisschen bunter zu machen.

Diese Elektroautos gibt es zu kaufen
Smart fortwo electric drive Quelle: Daimler
VW e-Up! Quelle: Volkswagen
BMW i3BMW ist mit dem i3 einen mutigen Schritt gegangen: Die Münchner haben nicht nur ein futuristisches Design gewagt, sondern auch gleich eine Kohlefaser-Karosserie in Serie gebracht. Alle anderen Elektroautos auf dem Markt basieren auf mehr oder weniger mutig gezeichneten Stahl- und/oder Alu-Karosserien. Deutlich über 2000 i3 sind bereits auf deutschen Straßen unterwegs. Dabei fällt er stärker auf als andere Elektroautos, denn sein extrovertiertes Design polarisiert. Minuspunkt: Beim Laden ist der Elektro-BMW nicht der allerschnellste, da er nicht mit den dafür nötigen Schnelllade-Standard unterstützt. In der Preisliste steht der i3 ab 34.950 Euro. Leistung: 170 PS Akku: 18,8 kWh Reichweite: 190 km Quelle: BMW
Nissan Leaf Quelle: Nissan
Volkswagen e-Golf Quelle: Volkswagen
Renault Zoë Quelle: Renault
Mitsubishi EV/Peugeot iOn/Citroën C-Zero Quelle: Mitsubishi

Dafür wären mehr elektrische Ladesäulen nötig. Was muss aus Ihrer Sicht passieren, damit die Infrastruktur Realität wird?
Stuttgart ist da ein gutes Beispiel. Da kooperieren Daimler mit der vollelektrischen Car2Go Flotte, EnBW und die Kommune. EnBW hat rund 500 elektrische Ladesäulen aufgestellt. Solche gemeinsamen Projekte sind mir sehr sympathisch. In Madrid sind wir Ende letzten Jahres mit einer vollelektrischen Car2Go Flotte mit 350 Fahrzeugen gestartet. In nur wenigen Wochen haben sich mehr als 40.000 Kunden registriert. Kostenloses Parken für Elektro-Fahrzeuge wird von der Stadt gewährleistet. Wenn man zeigt: „Wir wollen es und alle machen mit“ - dann geht es auch.

Wie viele Daimler-Mitarbeiter fahren elektrisch Smart?
Eine genaue Zahl kann man da gar nicht nennen, denn, unsere Mitarbeiter profitieren, insbesondere im Großraum Stuttgart, von ganz verschiedenen Angeboten: So können die Fahrzeuge etwa für ein Jahr im Firmenleasing genutzt werden oder aber auch einfach mal übers Wochenende oder für einen Monat im Rahmen unseres „Charge@work“-Angebots. Zu diesem Projekt gibt es dann doch auch eine sehr schöne Zahl: Innerhalb der ersten anderthalb Jahre hat diese Elektro-Flotte die Welt 40 Mal umrundet. Daneben nutzen viele Daimler-Mitarbeiter das elektrische Car2Go Angebot in Stuttgart.

Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland 2009-2015

Verbessern könnte man die Geschichte mit dem Laden auf dem Firmengelände. Wenn ein Mitarbeiter kostenfrei seinen E-Smart bei uns betanken kann, gilt das als geldwerter Vorteil, den er dann allerdings versteuern muss. Dieser bürokratische Aufwand ist wenig hilfreich, wenn man bei der Elektromobilität voran gehen will. Das Laden ist für uns aber dennoch ein zentrales Kriterium. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren nach und nach Ladeinfrastruktur an vielen Unternehmensstandorten aufgebaut und bauen diese auch dieses Jahr konsequent weiter aus.

In Arbeit
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Können Sie sich vorstellen eine Infrastruktur gemeinsam mit anderen Herstellern aufzubauen? Gibt es Gespräche dazu?
Zunächst einmal sind wir als Hersteller nicht für den Aufbau von Ladeinfrastruktur verantwortlich‎, das ist nicht unser Geschäft. Dennoch engagieren wir uns auch in diesem Bereich stark – etwa durch den bereits genannten Aufbau von Ladesäulen an Unternehmensstandorten für unsere Mitarbeiter und Führungskräfte. Besonders wichtig beim Thema Infrastruktur ist aber natürlich die herstellerübergreifende Standardisierung, an der wir nicht zuletzt innerhalb der NPE [Nationale Plattform Elektromobilität] arbeiten. Auch im herstellerübergreifenden Verein CharIN treiben wir zudem den CCS-Standard [Combined Charging System] weiter voran.

Wie stehen Sie zur Idee Ola Källenius als Vertriebsvorstand zu beerben?
Ich will nichts anderes als Smart machen. Ich habe meinen Traumjob gefunden.

Frau Winkler, vielen Dank für das Gespräch.

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