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VolkswagenSo will VW bis 2026 zehn Milliarden Euro mehr Gewinn machen

Der Volkswagen-Konzern strebt beim in Aussicht gestellten Sparprogramm seiner renditeschwachen Kernmarke VW Pkw eine Ergebnisverbesserung von mehreren Milliarden Euro an. Was die Wolfsburger vorhaben. 14.06.2023 - 15:43 Uhr

Die Marke VW soll bis 2026 6,5 Prozent Rendite aufweisen.

Foto: IMAGO/Sylvio Dittrich

Der Autobauer Volkswagen will seine Kernmarke VW in den nächsten drei Jahren massiv auf Rendite trimmen. Die Volumenmarke soll den operativen Gewinn bis 2026 vor allem durch mehr Effizienz und Einsparungen um zehn Milliarden Euro steigern und damit auf eine Rendite von 6,5 Prozent kommen. 2022 schaffte VW 3,6 Prozent. Unter anderem soll die Produktion von VW enger mit der der Schwestermarken Skoda und Seat verzahnt werden. „Wir starten eine große, gemeinsame Kraftanstrengung, um die Marke VW zu neuer Stärke zu führen und robust für die Zukunft aufzustellen“, kündigte Markenchef Thomas Schäfer am Mittwoch auf der Betriebsversammlung in Wolfsburg an. Die 6,5 Prozent seien „mit vereinten Kräften machbar“. Gesamtbetriebsratschefin Daniela Cavallo betonte, die Einsparungen sollten ohne Abstriche bei Tariflöhnen oder Beschäftigungssicherung erreicht werden.

Die neuen Renditevorgaben für die Kernmarke sind Teil einer Generalüberholung der Konzernstrategie, die Vorstandschef Oliver Blume am 21. Juni auf einer Investorenkonferenz präsentieren will. Durch eine engere Zusammenarbeit der Konzernmarken will er mehr aus Europas größtem Autokonzern herausholen. Einem Insider zufolge spricht der VW-Aufsichtsrat am kommenden Dienstag über Sparmaßnahmen im Volumen von bis zu fünf Milliarden Euro. Finanzvorstand Arno Antlitz schrieb nach der Betriebsversammlung auf Twitter, die Einsparungen bei VW seien die Voraussetzung für das geplante Elektroauto-Einsteigermodell, das in Spanien gebaut werden und nicht mehr als 25.000 Euro kosten soll.

Der geplante Gewinnsprung soll dazu beitragen, dass VW trotz eines schwierigen Umfelds nötige Investitionen finanzieren und die Beschäftigung sichern kann. Schäfer will Verwaltungsabläufe entschlacken, die Produktion besser auslasten, die Modellpalette straffen und Ausstattungsvarianten reduzieren: „Wir fokussieren uns auf wenige, dafür aber auf Volkswagen-Kernmodelle. Das reduziert Komplexität und bringt mehr Ergebnis“. Nischenmodelle wie der VW Arteon sollen keine Nachfolger bekommen. Für das Elektro-Auto ID.7 biete VW schon 99 Prozent weniger Varianten an als beim vergleichbaren Verbrenner-Modell Golf 7.

Die Werke von VW, Skoda und Seat/Cupra sollen effizienter arbeiten, indem sie für mehrere Marken gleichzeitig produzieren und damit flexibler auf Nachfrageschwankungen reagieren können. Vergleichbare Modelle wie der VW Passat und der Skoda Superb sollen gemeinsam entwickelt und gebaut werden. Allein dadurch ließen sich 600 Millionen Euro sparen, hieß es in der Mitteilung.

Cavallo erklärte, die Sicherung der Beschäftigung sei ebenso wichtig wie die Wirtschaftlichkeit. Lohneinbußen und Kündigungen seien tabu. „Denn die entscheidenden Hebel sind andere.“ Die oberste Arbeitnehmervertreterin fordert eine „überzeugende Verzahnung der strategisch entscheidenden Felder Konzern-Steuerung, Zusammenarbeit der Marken, Fokus auf Software und Produktqualität“.

Bis Oktober sollen die Meilensteine des Programmes stehen und in eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat gegossen werden.

Lesen Sie auch: Transformation der Autobranche – Ford zeigt, wie man es nicht macht

rtr
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